Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 17.12.2017
Brücke

=> Andacht: Einander annehmen

Noch eine gute Woche und es ist wieder Weihnachten. Es ist noch so viel zu erledigen, denn es soll ja richtig schön werden! Bei manchem erzeugt das auch Befürchtungen: die Adventszeit ist dieses Jahr so kurz, werden wir die Vorbereitungen hinkriegen? Und: wird uns dieses Jahr ein harmonisches Miteinander gelingen? ...

(aus Römer 14, 4-13)

Susanne Borée

=> Nach Ruhepunkten suchen

Zeit der Erwartung - aber auch Zeit der Hektik. Überall in unserer Welt scheinen die Adventslichter auf - doch findet das Licht der Welt Raum? Diese Fragen sind nicht neu. Was tun: Ins Kloster gehen - wie vor Zeiten die Zisterzienser? Augen zu und durch? Oder nach Ruhepunkten suchen? Auch 2018 bleibt das Christliche Jahrbuch seiner Herausforderung treu und will da Akzente setzen. "Warum beschenken wir uns an Weihnachten?", fragt dort etwa Friedrich Gierus. ...

Maria mit Kind und Stifterinnen, um 1520/30, LVR-LandesMuseum Bonn.

=> Geistiger Aufbruch im Inneren der Seele

''Frömmler'' und ''Heuchler'' nannten ihre Gegner sie. Außerdem kritisierten sie die Eigenmächtigkeit der neuen Einsiedler, die einfach jeglicher Stabilität des klösterlichen Lebens und den Gehorsam gegenüber ihren Oberen entflohen. Einen neuen geistigen Aufbruch gegen die Erstarrung der Seele wünschten sich die Zisterzienser um 1100: Und sie wollten der Geburt des göttlichen Wirkens in ihrer Seele ganz neu Raum geben. "Gewissensfreiheit" forderten die Reformer. Sie wollten eine neue Hinwendung zu Gott zur Rettung ihrer Seelen vor leeren Ritualen. Diese reformatorische Anliegen gewannen bereits gut 400 Jahre vor Martin Luther Raum.  ...

Blumenkreuz

=> Gegenseitige Wertschätzung

''Walking side by side - Miteinander und nebeneinander Gehen'': Das ist das Motto unter dem die Partnerschaftsvereinbarung zwischen den lutherischen Kirchen Bayerns (ELKB) und Papua-Neuguineas (ELC-PNG) auf der Landessynode der bayerischen Kirche in Amberg unterzeichnet wurde. Die Unterschrift der Bischöfe Jack Urame (ELC-PNG) und Heinrich Bedford-Strohm (ELKB) unter die Partnerschaftsvereinbarung dokumentiert nun offiziell die lange Geschichte der Partnerschaft mit Papua-Neuguinea, die 1886 mit der Aussendung des Missionars Johann Flierl ihren Anfang nahm. "Das bedeutet nicht, dass wir etwas neu anfangen, sondern es ist ein wichtiges Zeichen unseres gemeinsamen Weges", betonte Bischof Jack Urame. Partnerschaft sei ein fortwährender Prozess und müsse "immer wieder erneuert und gestärkt" werden. ...