Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 21.7.2019
Brücke

=> Andacht: Der Wolf in mir

Vor wenigen Tagen war ich mit einer Wandergruppe auf dem Franziskusweg in der Rhön unterwegs. Künstler haben dort den Sonnengesang des Franz von Asissi mit geschnitzten Kunstwerken illustriert. Vor dem „Tierbaum“ blieben wir lange stehen. Dargestellt ist eine Schafherde, die der Wolf beherrscht. Die Darstellung und die Worte des Franziskus „Es gibt den Wolf in mir, und ich kann ihn zähmen“ beschäftigten uns. Ja, es gibt das Dunkle, Böse, Gefährliche in uns. Oft lauern wir darauf, wie der Wolf in der Nähe der Schafe, dass andere einen Fehler machen. Wir legen an andere oft viel strengere Maßstäbe an als bei uns selbst. Wie gehen wir mit denen um, die anders sind als wir nach Herkunft, Art, Lebensstil und Frömmigkeitsprägung? Was geben wir ihnen weiter von dem, was wir als Christen empfangen und erkannt haben? Können sie die Barmherzigkeit Gottes an unserer Lebenspraxis ablesen? ...

(Lukas 6, 36–42)

Susanne Borée

=> Heldenmut oder Sturheit?

Das unbeugsame Verhalten des Pfarrers Paul Schneider erfüllt mit Bewunderung (Seite 15). Aber es lässt auch erschauern: Hätte er nicht ein klein wenig diplomatischer, nur etwas kompromissbereiter sein können – und er hätte überlebt? Aber: Treffen diese Fragen überhaupt das Geschehen? Schließlich wurde Paul Schneider vor 80 Jahren umgebracht. Fünf Jahre und zwei Tage später, am 20. Juli 1944, scheiterte das Hitler-Attentat. Über beide Gedenktage will diese Ausgabe nachdenken. ....

Sophie von Bechtolsheim

=> Erben des Widerstandes

Er trat ein düsteres Erbe an: 1996 betrat Manfred Lütz das Haus seines Großonkels Paulus van Husen (1891–1971). Es war mit schweren Vorhängen verhangen, trüb beleuchtet, voll wuchtiger Möbel und verstaubter Papierstapel. Die bisherigen Erben hatten es eher museal verwaltet und nichts geändert. „Und dann fand ich die Memoiren. Sofort war klar, dass das, was ich da las, von außerordentlicher historischer Bedeutung war, denn es gab ja nur wenige überlebende Mitverschwörer vom 20. Juli.“ Ist in den vergangenen 75 Jahren seit 1944 der „20. Juli“ nicht ausreichend beleuchtet worden? ...

Laura Belém

=> „Die Pumpe arbeitet das Tiefe empor“

Die evangelische Tagungsstätte Wildbad Rothenburg verfolgt seit drei Jahren ein neues Projekt: Sie wählt Künstler aus, die einige Monate auf dem Gelände der Einrichtung wohnen und arbeiten dürfen. „art residency wildbad“ nennt sich dieses Projekt, was soviel heißt wie „Kunstaufenthalt“ im Wildbad. Der Künstler bekommt Wohnraum und Verpflegung sowie Material gestellt. Das entstandene Kunstwerk verbleibt auf dem Gelände, so dass nach und nach ein Skulpturenpark entstehen soll. Nun war es an der Zeit ein neues Kunstwerk zu enthüllen. Dies geschah zum Abschluss eines Studientages unter der Überschrift: „Kunst – Kirche und Kommunikation“. Die Brasilianerin Laura Belém schuf die Klang-Installation „Das (...) Element“. ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 21. Juli 2019:

- „Eine Packung tolles, volles Leben“: Die scheidende Münchner Regionalbischöfin Breit-Keßler über neue Perspektiven

- Vom wahr gewordenen Menschheitstraum: Nürnberger Ausstellung zeigt Mondlandung als Medienereignis

- Segen für weitgereiste Helferin: Kemoasingo Kitumbing aus Papua-Neuguinea in ihren Dienst in Thalmässing eingeführt

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