Teil 11: Pfarrer Meister und Pfarrerin Marquardt

Thomas Meister und Susanne Marquardt
Das Pfarrerehepaar Thomas Meister und Susanne Marquardt. Foto: Meyer

Bruckberg. Die noch verhältnismäßig junge Kirchengemeinde Bruckberg im Dekanat Ansbach gehörte kirchlich früher nach Großhaslach, nimmt aber heute dank ihrer Verbindungen zur Diakonie Neuendettelsau mit der Betreuung der Bruckberger Heime durchaus eine Sonderstellung in der kirchlichen Landschaft ein. Noch dazu, weil mit dem Pfarrerehepaar Susanne Marquardt und Thomas Meister seit fast drei Jahren eine weitere Aufgabenteilung wahrgenommen wird. 

Ihren Ursprung hatte die "geteilte Stelle" im Landesstellenplan der bayerischen Landeskirche Mitte der neunziger Jahre, als der örtlichen Kirchengemeinde neben einer halben Pfarrstelle noch eine weitere Halbstelle für die Tätigkeit im Auftrag der Diakonieanstalt Neuendettelsau mit pastoralem Dienst zugeschlagen wurde. Bei der Neubesetzung dieser Stelle vor fast drei Jahren wollte der Kirchenvorstand der weniger als tausend Kirchenmitglieder zählenden Gemeinde eigentlich nur eine Person, doch mit der Besetzung durch das Pfarrerehepaar (drei Kinder) konnte nun die starke Verflechtung zwischen Kirchengemeinde und den "Bruckberger Heimen" sichergestellt und ausgebaut werden. 

Offiziell wurde nun Thomas Meister die halbe Pfarrstelle der Kirchengemeinde zugeschrieben, während seine Ehefrau Susanne Marquardt eine ganze Stelle ausfüllt, welche sich aus dem pastoralen Dienst für die Diakonie Neuendettelsau und der Tätigkeit als Schulbeauftragte beim Dekanat Ansbach/Leutershausen zusammensetzt. 

Gibt es im Ort selbst keine Kirche, so war die Martinskirche auf dem Heimgelände auch erst im Jahr 1935 unter gütiger Mithilfe der Ortsbewohner gebaut worden, so die Pfarrersleute unisono. "Bruckberg ist einfach anders", so die Erfahrung in den letzten drei Jahren, weil es hier in Bezug auf die etwa 400 ansässigen Heimbewohner viele spezielle Einzelfallentscheidungen zu treffen gelte. Oberstes Ziel der Arbeit sei es aber trotzdem, "die Unterschiede nicht zu Tage treten" zu lassen. 

So gebe es in Bruckberg spezielle seelsorgerische Angebote für die Heimbewohner und eine "Samstags-Kirche" nur für den Heimbereich. Fast tägliche Andachten geben der Kirchengemeinde den Anschein einer "Gottesdienst- und Andachtsgemeinde", wie es Thomas Meister formuliert. Regelmäßige Treffen mit Vertretern der Diakonie in Neuen­dettelsau dienen der Absprache, dem Erfahrungsaustausch wie auch der Konzeptentwicklung. Auch nähmen die Sterbebegleitung und die Seniorenarbeit mit den Behinderten einen breiten Raum ein, wie es hieß. 

Eine weitere Besonderheit sei in Bruckberg auch die Tatsache, dass sowohl das Pfarrhaus wie auch die Martinskirche selbst der Diakonie in Neuendettelsau gehören. Die Kirchengemeinde selbst verfügt lediglich über einen Evangelischen Gemeinderaum. Mit der Diakonie hat man einen fünf Jahre gültigen Vertrag ausgearbeitet; danach muss man sich neu ausrichten oder den Vertrag verlängern, so die Pfarrersleute.

                                    Heinz Meyer

 

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