Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 8.9.2019
Brücke

=> Andacht: Steh auf! – Dann gehts erst los ...

Die neun jungen Leute, von denen ich erzählen will, waren keine Bettler. Ich rede von den „Blinden Musikern München“. Was sie beruflich hätten machen können, weiß ich nicht. Ich weiß, was sie gemacht haben: sie haben Musik gemacht. Professionelle Musik auf hohem Niveau, wie alle bestätigen können, die die Gruppe einmal gehört haben. Dazu kam es, weil ein Musiklehrer, Franz S., eine gute Idee hatte. Er unterrichtete an der Münchner Blindenschule und entdeckte bei einigen seiner Schülerinnen und Schüler ein besonderes Talent: ausgeprägtes musikalisches Gedächtnis und die Fähigkeit zum Ensemblespiel. So entstand die Idee: den Versuch zu wagen, diesen jungen Musikerinnen und Musikern die Chance zu geben, ihren Lebensunterhalt weitestmöglich selbst zu verdienen ...

(Apostelgeschichte 3, 4–6a)

Martin Bek-Baier

=> Wahre Stärke

Es ist in Wirklichkeit eine Stärke, wenn wir uns auch zu diesem Teil unserer Geschichte bekennen und zu der Verantwortung, die daraus folgt“, sagte vergangenen Sonntag Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) in seiner Fernsehpredigt. Es war die Predigt des Landesbischofs zum Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren. Er nannte den um sich greifenden Nationalismus in Europa, besonders in Polen und auch in Deutschland, eine „Geißel“. Der Nationalismus habe so viel Unheil über Europa gebracht. ...

Hope Foundation

=> Eigene Akzente setzen

Es war vor 50 Jahren: Beim Stuttgarter Evangelischen Kirchentag anno 1969 gab es eine Unterschriftenliste – mit Folgen. Menschen aus ganz Deutschland forderten eine Selbstbesteuerung, um ihren Partnern aus Entwicklungsländern „ein wenig von unserem Wohlstand zurück zugeben“. So erinnert sich Dietar Steller. Der einstige Religionslehrer, der heute in Lindau lebt, war von Anfang an dabei. Schon damals galt: Für die Rohstoffe aus Entwicklungsländern waren die Preise so gering wie möglich. Und Entwicklungshilfe war und ist oftmals eine Anschubfinanzierung, um deutschen Wirtschaftsinteressen den Weg zu bahnen. ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 15. September 2019:

- Setzen sichVom Wunderkind zur starken Frau: Vor 200 Jahren erblickte Clara Schumann das Licht der Welt 

- Kirche geht in ein neues Zeitalter: Oberkirchenrat Blum zum kirchlichen Reformprozess „Profil und Konzentration“

- Umstrittener Maler endlich geehrt: Der Kunstpreis der Landeskirche geht an Gerhard Rießbeck aus Franken

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