Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 30.6.2019
Brücke

=> Andacht: Das Wort des Lebens

"Wasser ist Leben.“ Diesen Satz hörten wir auf einer Israel-Studienreise sehr oft von unserem archäologischen Reiseleiter, gerade in Wüstengebieten. Jede Person sollte dann mindestens vier bis fünf Liter Wasser auf die Wanderung mitnehmen. Wasser, das wir bei Händlern gekauft haben. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass keimfreies Wasser aus den häuslichen Wasserleitungen fließt. Aus dieser Erkenntnis haben einige Unternehmen Kapital geschlagen und ein weltweit florierendes Geschäftsmodell entwickelt. Ganze Quellen wurden und werden erstanden und deren Wasser – meist in Plastikflaschen – mit klangvollen Markennamen auf den Markt gebracht ...

(Jesaja 55,1–3)

Susanne Borée

=> Kirchentag als Lückenbüßer?

Ein Lückenbüßer sollte er sein – ein Zwischen-Kirchentag zwischen den beiden großen Ereignissen des Berliner Reformations-Kirchentages von 2017 und dem Ökumene-Fest 2021 in Frankfurt. So hieß es immer wieder schon Wochen vor dem Dortmunder Kirchentag. Ließ sich das jetzt vor Ort bestätigen? Nein, es waren doch mehr Teilnehmende gekommen als erwartet: Und zwar waren vor allem Tagesgäste aus den angrenzenden Städten des Ruhrgebiets und der Region Nordrhein-Westfalen da. Barack Obama kam nicht, wie einst in Berlin. Dennoch war die Polit-Prominenz in breiter Front vertreten: der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, seine drei Vorgänger sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel nebst vielen Ministern. Zu leer erschienen die Veranstaltungen wirklich nicht....

Dortmunder U-Zentrum für Kunst und Kreativität“

=> Wegweisung des „Vertrauens“

„Kirchentag – was ist ein Kirchentag?“ So wunderten sich Passanten auf dem Westenhellweg, der zentralen Fußgängerzone Dortmunds. Kopfschüttelnd betrachteten sie die Pfadfinder mit den selbstgemalten Pappschildern. Ihre Pfeile wiesen den Weg zum Einführungsgottesdienst. Die Jugendlichen gaben gerade einer Gruppe Besucher praktische Informationen. Verloren ging wohl niemand so leicht. Schon am Dortmunder Hauptbahnhof wiesen Pfeile den Weg zur allgemeinen Gepäckaufbewahrung. Und von dort aus weiter zu den zentralen Plätzen der Eröffnungsgottesdienste in der Innenstadt. Vergessen war da schon, dass ausgerechnet am Eröffnungstag eine Signalstörung unweit von München den Zugbetrieb durcheinander gewirbelt hatte und die allermeisten Züge Richtung Süden mit deutlicher Verspätung eintrudelten. Dann erschallten unüberhörbar die Glocken der Innenstadtkirchen.  ...