Gut beschirmt bei „Schätzen des Glaubens“

Markus Söder und Gisela Bornowski
Regionalbischöfin Gisela Bornowski bedankte sich bei Ministerpräsident Markus Söder für das nette Grußwort, ganz rechts Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Fotos: Tippl

68. Bayerischer Kirchentag auf dem Hesselberg trotzte dem wechselhaften Wetter

Hesselberg, Dekanat Wassertrüdingen. „Schätze des Glaubens“ war der 68. Bayerische Kirchentag auf dem Hesselberg Pfingstmontag überschrieben. Den Einstieg in diese „Schatzsuche“ gestalteten Romina Pfaller und Paula Riedel mit einer Schatzkarte und luden zur gemeinschaftlichen Suche ein.

„Gut beschirmt“ hießen bei leichtem Regenschauer Beyerbergs Pfarrerin Henriette Gößner und Wassertrüdingens Dekan Hermann Rummel 10.000 Christen willkommen und führten zu den oft naheliegenden Schätzen hin. Diese waren anschaulich in persönlichen Lebenswegen von Susanne Wagner, Christa und Werner Lauterbach und Annette Blasajewsky nachgezeichnet.

Durch eine neue Aufgabenstellung entfaltete sich für Wagner Zeit für Gott und sich selbst, auf gelebten Glauben und gegenseitiges Vertrauen blickte das Ehepaar zurück und für Blasajewsky war das zur Konfirmation geschenkte Horn, Schlüssel für Freundschaft und Gemeinschaft. Die Schatzsuche beschrieb Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm als spirituelle Reise mit Veränderungscharakter.

Eine bunte Feder oder Muschel in einer Holzkiste seien für Kinder wahre Schätze, für Archäologen der Fund von Amuletten, für Harry Potter war es der Stein des Weisen. Er zeigte einen äußerlich schmucklosen Stein, aber innerlich voller glitzernder Kristalle und dieser Stein sei für ihn Gleichnis für Christus, der alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis in sich trage. In einer leidenschaftlichen Predigt nannte der Landesbischof die Bibel als „größter Türöffner für menschliches Glück“. Miteinander gut auskommen, einander achten, Hilfsbedürftige aufnehmen, Frömmigkeit und Vergebung kennzeichnen die Christen und diese Botschaft soll gelebt und weitergesagt werden.

Den Gottesdienst gestalteten musikalisch die Vereinigten Posaunenchöre unter Leitung von Kerstin Dikhoff und Chor und Band „Para­dise Plain“ aus dem Raum Neustadt/Aisch. Regionalbischöfin Gisela Bornowski verknüpfte die „Gartenschau der Heimatschätze“ mit dem „Kirchentag der Glaubensschätze“ und charakterisierte den Landesbischof als „Schatz unserer Kirche“.

Der Kindheitsschatz von Ministerpräsident Markus Söder war ein Album mit Portraits von Clubspielern, gab er im Grußwort preis und stellte Prioritäten klar. Er habe Regen mitgebracht und mit der Predigt des Landesbischofs stellte sich trockenes Wetter ein. Wichtig sei für die Kirche, den Schlüssel zu den Herzen der Menschen zu finden. Und das mit ansteckender Fröhlichkeit, denn das können auch evangelische Christen, war Söder überzeugt. Der Glaube, so der Ministerpräsident, sei ein Kompass für das ganze Leben. 

Wer ist ein Schatz? => weiter