Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 17.3.2019
Brücke

=> Andacht: Licht in der Finsternis

Nacht legt sich über die Welt wie ein weiches Tuch. Alles wird still, nichts stört mehr die Konzentration. Die Gedanken und Sinne sind geschärft, jeder Laut trägt weiter als am Tag. Auch um Jesus ist es ruhig geworden in dieser Nacht. Einer sitzt noch da: Der Pharisäer Nikodemus. Nun reden sie miteinander. Leise. Konzentriert. Mit großem Ernst. Nachtgespräche eben, wie sie bei Tag nicht möglich wären. Das Wesentliche kommt zum Vorschein. Es geht um alles, ums Leben, um Gut und Böse, um die Hoffnung auf Vergebung, darum, wer Jesus ei­­gent­lich ist: „Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen“: Erstaunliche Worte aus dem Mund eines Pharisäers, gesprochen kurz vor unserem Predigttext. Und doch verwirrt ihn, was Jesus antwortet, hier, im Schutz der Nacht. ...

(Aus Johannes 3, 14–21)

Susanne Borée

=> Passion - keine symbolische Zeit

Passion – die Leidenszeit. Es könnte auch wohl bedeuten: Die Zeit der Leidenschaft. Lassen wir uns anstecken von diesem farbigen Namen für die Zeit, die 40 Tage vor Ostern begann? Da lohnt ein Blick darauf, in welchen Traditionen sie lebt: Genau so lange währte auch die Zeit, in der Moses auf dem Berg Sinai blieb, um die Zehn Gebote zu empfangen. Der Prophet Elia ist ebenfalls 40 Tage und 40 Nächte zum Berg Horeb unterwegs, um Gott zu begegnen. Auch während der Sintflut regnete es so lange. Auch Jesus fastete 40 Tage in der Wüste. Warum diese Zahl? ...

Axel Töllner

=> Mit geschärften Blicken

Wer waren keine Juden? Ganz klar: Maria und Josef mitsamt natürlich dem Jesuskind. Die Juden, das waren die anderen – nicht nur im 14. oder 15. Jahrhundert. Das machte Axel Töllner bei seiner Führung durch die großen Nürnberger Gotteshäuser St. Lorenz, St. Sebald und die Frauenkirche, die an der Stelle der ehemaligen Synagoge erbaut ist, deutlich. ...

Grochowski

=> Miteinander reden lernen

Regelmäßig geht der ehemalige Buchhändler Reiner Grochowski aus Würzburg in eine Klinik und lässt sich „behandeln“ – obwohl er sich bester Gesundheit erfreut. Seit etwa fünf Jahren ist er „Schauspielpatient“. Er „übt“ mit angehenden Mediziner Arzt-Patienten-Gespräche. Denn diese sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Behandlung. Es hilft, die richtige Diagnose zu stellen und die passende Therapie zu finden. Ärztinnen und Ärzte führen in ihrem Alltag viele Gespräche. Nicht selten müssen sie ihren Patienten schlechte Nachrichten überbringen. ...

Spinne

=> Abscheuliche Geschöpfe genießen

Sind Keime Kunst – und Kühlschränke eklig? Auf Petrischalen lassen sie sich so züchten, dass kunstvolle, sternförmige Gebilde entstehen: So genannte Agarplatten mit Milchproteinen, Sojamehl und Algen bieten Wohlfühl-Bedingungen für alle Arten von Keimen. Sie stammen von unserer Haut oder aus dem Verdauungstrakt. Doch sie sind notwendig, helfen uns bei der Umwandlung von Nahrung oder gegen gefährliche Eindringlinge. Die Sonderausstellung „Ganz schön eklig“ im Bionicum des Nürnberger Tiergartens ist sehr anziehend für große und kleine Besucher. Sie zeigt eine besondere Eigenheit der Schöpfung ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 21. Juli 2019:

- „Eine Packung tolles, volles Leben“: Die scheidende Münchner Regionalbischöfin Breit-Keßler über neue Perspektiven

- Vom wahr gewordenen Menschheitstraum: Nürnberger Ausstellung zeigt Mondlandung als Medienereignis

- Segen für weitgereiste Helferin: Kemoasingo Kitumbing aus Papua-Neuguinea in ihren Dienst in Thalmässing eingeführt

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