Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 17.2.2019
Brücke

=> Andacht: Der Mittelweg führt zum weisen Leben

Bei uns im Ort gibt es eine Zone 20, aber kaum einer hält sich daran! Und ich selber bin auch meistens etwas schneller unterwegs. Ab und zu kommt es vor, dass vor mir jemand tatsächlich mit 20 fährt und ich ertappe mich dabei, wie ich mich ausgebremst fühle. „Mein Gott“, denke ich, „muss der wirklich so kriechen!“ Jemand, der sich tatsächlich an das hält, was vorgeschrieben ist. In der Bibel heißt so jemand: Ein Gerechter. Wenn jemand in allen Dingen sehr genau ist und dabei aber zugleich eine fröhliche Ausstrahlung hat, dann ist das in Ordnung, ja sogar vorbildhaft. Problematisch dagegen ist der Umgang mit Pedanten und Besserwissern, die jedes Fehlverhalten bei anderen geißeln, alle um sich herum erziehen wollen, sich selber aber stets im grünen Bereich wähnen. ...

(Prediger 7, 15–18)

Susanne Borée

=> Entwicklungslinien begreifen

"Ja, damals war die Medizin noch nicht so weit.“ So erklärte ich es meinem Sohn. „Damals“, das war vor mehr als 30 Jahren. Da starb meine Oma. Heute würde man ihre Todesursache medizinisch in den Griff bekommen. Vor 30 Jahren – das liegt für meinen Sohn in grauer Vorzeit. Eine Epoche ganz ohne Internet! Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern. Doch 30 Jahre vor meiner Geburt waren wir im Zweiten Weltkrieg. Gerade mit und an Gedenktagen bekommt man ein wenig mehr Gespür für die Dauer von Entwicklungen. Ich kann mich gut erinnern, wie wir an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren gedachten. Dann an sein Ende. Wie erlebten wir die Zeit dazwischen – und die Menschen damals? ...

Rezka Arnuš

=> „Alles ist bereit“ – auch für die Zukunft?

Ist es zu wenig exotisch? Zu klein – mit nur etwa zwei Millionen Einwohnern? Oder einfach zu nah? Seltsam still scheint es um Slowenien zu sein. Doch richtet das Land am 1. März den Weltgebetstag der Frauen aus. Das Land wurde ausgesucht, weil es sich als junge Demokratie mit kommunistischem Erbe auf den Weg zu einer erfolgreicheren Zukunft gemacht hat. Es bildet zwischen Ost und West eine Brücke. Außerdem hat Corinna Harbig in ihrer Wahlheimat Slowenien seit Jahren eine intensive ökumenische Weltgebetstagsinitiative aufgebaut. Die deutsche Pfarrerin lebt seit gut 20 Jahren in Slowenien. Lange betreute sie dort nebenberuflich die deutschsprachige evangelische Auslandsgemeinde. Bis 2017 stand sie als Präsidentin dem Exekutivbüro des Weltgebetstagskomitees vor ...