Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 4.11.2018
Brücke

=> Andacht: Das Richtige tun

Da habe ich nun meine Kreuzchen gemacht. Erst per Post für die Kirchenvorstandswahl, dann in meinem Wahllokal für die Wahl zum Landtag und Bezirkstag. Manche Wahlentscheidung fiel mir schwer. Aber trotzdem: nicht wählen, kommt nicht in Frage. Wählen ist gelebte Demokratie. Bei Paulus war die kirchliche und politische Welt eine völlig andere. Die ersten Christengemeinden sind eine schnell wachsende, aber kleine Minderheit am Rande der Gesellschaft und haben ihre großen und kleinen Probleme, auf die Paulus versucht Antworten zu geben. Die Gläubigen erwarten die baldige Wiederkunft Christi - da ist das Weltliche nicht mehr so wichtig. ...

(Römer 13,1­-7)

Susanne Borée

=> Wie betäubt vor den Veränderungen

Wie betäubt steht man angesichts der gewaltigen Veränderungen der letzten Wochen.'' Was ist geschehen? Europa kaputt? Keine Regierung mehr in Bayern möglich? Oder die Alpen in den Müllbergen erstickt? Nein, so begann das Rothenburger Sonntagsblatt seinen ''Politischen Wochenbericht" am 1. Dezember 1918. Die Autoren versuchen die Ereignisse des Revolutions-Monats im November 1918 zu fassen. Doch stehen sie fassungslos davor. Auch heute versuchen wir Entwicklungen einzuordnen - nicht ihnen hinterherzuhinken. War die Revolution erfolgreich oder gescheitert? ...

Revolution

=> ''In Kiel ist Revolution''

Zwei Irrtümer müssen aufgeklärt werden. Irrtum Nummer eins lautet: In Deutschland hat noch nie eine Revolution erfolgreich stattgefunden. Irrtum zwei lautet: "Der Matrosenaufstand in Kiel war blutig und führte zu Chaos." Der Aufstand der deutschen Matrosen im November 1918 hatte eine Vorgeschichte. Er gab Anstoß zu einer größeren Revolution auch in Berlin und andernorts und führte schließlich zur Ausrufung der Republik am 9. November. Es fielen zwar Schüsse in Kiel, dennoch waren nur wenige Opfer zu beklagen, vorwiegend auf Seiten der Matrosen, die eigentlich nur Brot, Frieden und Gerechtigkeit wollten. ...

Friedrich Veit

=> Gelähmt, bedroht oder befreit?

''Überaus Erschütterndes ist in jüngster Zeit in Bayern und in Deutschland geschehen'', so vermeldete das Rothenburger Evangelische Sonntagsblatt in seinem "Politischen Wochenbericht" zum 24. November 1918. Denn "die Revolution ist wie ein Sturm durch die Lande gebraust". Und "die weitere Entwicklung nicht abzusehen". Ganz Bayern war in Auflösung begriffen - so musste es den Zeitgenossen erscheinen. In der Nacht vom 7. zum 8. November 1918 rief der Revolutionär Kurt Eisner den "Freistaat Bayern" aus. ...

Eisner-Denkmal

=> Vergeblicher Traum vom besseren Menschen

''Wir verstehen unter Demokratie nicht, daß alle paar Jahre alle Bürger das Wahlrecht ausüben und die Welt regieren mit neuen Ministern und neuem Parlament." Das sind keine Worte von heute. Sie stammen vom 17. November 1918. Und weiter: "Wir, die wir eine neue Form der Revolution gefunden haben, wir versuchen auch eine neue Form der Demokratie zu entwickeln. Wir wollen die ständige Mitarbeit aller Schaffenden in Stadt und Land." Es sind die Worte Kurt Eisners, der in München einen Umsturz der bestehenden Verhältnisse zu Wege gebracht hatte. Was wollte er nun? ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 18. November 2018:

- Auseinandersetzung mit jungen Kirchenmitgliedern stand zu Beginn der EKD-Synode in Würzburg

- Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher erblickte am 21. November 1768 das Licht der Welt

- Was steht in meinem Buch des Lebens? Eine Leitfrage für den Buß- und Bettag

=> Interesse an diesen Artikeln der gedruckten Ausgabe?

Diese, die wöchentlichen Rätsel und vieles mehr können Sie bei unserem kostenlosen Probeabo entdecken

=> Gleich online bestellen

 

 

www.kirchenpresse.de - Evangelische Wochenzeitung im Internet