Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 25.6.2017
Brücke

=> Andacht: Warum Kampfansagen schlecht zum Glauben passen

Der Weg ist das Ziel? Das sagt sich leicht - doch meist lässt sich über Ziele viel leichter Einigkeit erzielen als über den Weg dahin. Gerechtigkeit und Liebe sind sogar über die Weltreligionen hinaus als universelle "Werte" ebenso allgemein vermittelbar wie Geduld und Sanftmut. Da dürften sich die Menschen klaren Geistes und guten Willens ziemlich einig sein. Doch wenn dazu "Jagen" und "Kämpfen" angesagt sind, - wie bitte soll das sanft, friedlich und geduldig vor sich gehen? Ein krasser Widerspruch? ...

(1. Timotheus, 6,11-12)

Inge Wollschläger

=> Was sollte er schon wollen?

Ich stand für eine kleine Pause vor der Notaufnahme, in der ich arbeite. Ich wollte ein bisschen frische Luft schnappen und die warme Sommerluft genießen. Es war ein turbulenter Tag und ich war froh, endlich mal nicht reden zu müssen. Nichts tun zu müssen. Da kam ein Mann auf mich zu. Er sah aus, als käme er direkt vom Bahnhof. Als hätte er dort mit mehreren Pullen Schnaps mit seinen Kumpels zusammengesessen. Müffelnd. Er roch ein bisschen streng. Seine Kleidung war zerschlissen. Er erschien mir als ein Mensch, der direkt am Rande der Gesellschaft steht. "Darf ich Sie stören?" ...

Harari: Buchcover

=> Buchdiskussion: Homo Deus - Welches Gesicht hat das Morgen?

Hunger, Krankheit und Krieg - diese drei großen apokalyptischen Reiter hat die Menschheit unter Kontrolle bekommen. So behauptet es Yuval Noah Harari in seinem neuesten Buch "Homo Deus". Wirklich? Da fallen dem Zeitgenossen sofort die aktuelle Hungerkrise in Ostafrika, allerlei Konflikte im Nahen Osten oder die Ebola-Epidemie vor einigen Jahren in Westafrika ein. Yuval Noah Harari ist weder blind noch dumm. Als Israeli weiß er sicher besser um die Gefahren der Nahostkrisen als wir. Wenn uns die Gewalt einholt, "dann wird das unsere eigene Schuld sein - und nicht unentrinnbares Schicksal". Die Gefahr des Terrorismus? "Wie eine Fliege, die einen Porzellanladen zu zerschlagen versucht." Sie alleine bringt keine Nationen in Wanken, sondern muss den Elefanten oder zumindest einen Stier so lange reizen, bis er wild herumtobt: "Am Ende hängt alles von unserer Reaktion ab." Aber: "Es sind Herausforderungen, die sich bewältigen lassen." ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 30. September 2018:

- Was auf den Tagesordnungen in Kirchenvorständen steht und was diese Gremien tun

- Oberkirchenrat Bierbaum: Religionsunterricht als Brücke zwischen Kulturen und Konfessionen

- Hört einander zu! Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, fordert gemeinsame Lösungssuche

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