Fanartikel
Timo war überrascht, was es alles an Luthererinnerungen zu kaufen gab.

Ein Geschenk für Timo?

Mitten im schönsten Zeichnen und abspeichern, werkeln und tun klopfte es an die Türe.

"Jetzt nicht!", rief er.

"Ich habe ein Geschenk für dich. Ist eben angekommen", sagte seine Mutter durch die geschlossene Türe. "Magst du es jetzt haben oder später?"

Timo überlegte. Eine kleine Pause konnte nicht schaden.

"Ich komme!" Er stand auf und öffnete die Tür.

Seine Mutter strahlte über das ganze Gesicht. "Schau mal, was ich hier habe. Ich weiß ja, wie dich dieses Referat beschäftigt. Da dachte ich mir, ich kann dir den Tag vielleicht damit versüßen. Und vielleicht findest du ja auch noch Inspiration darin."

Sie reichte ihm eine dicke Zeitschrift und ein paar Socken. "Socken?"

"Schau sie mal genauer an", gluckste seine Mutter.

Er faltet sie auseinander und konnte einen Schriftzug darauf lesen. "Hier stehe ich und kann nicht anders" stand in schwarzer Schrift auf roten Socken.

Timo prustete los. "Das ist ja ein Ding! Luthersocken. Was wohl der Meister dazu sagen würde?"

"Ich fand sie so lustig, dass ich sie dir bestellen musste, grinste seine Mutter. "Es ist unfassbar, was mit Luther für ein Geschäft gemacht wird. Das solltest du dir mal anschauen im Netz. Wahnsinn. Viel Plunder, aber auch so lustige Sachen, wie diese Socken. Ich hatte fast überlegt, ob ich noch eine Backausstechform bestelle mit Luthers Kopf. Aber die Vorstellung, einen großem Mann wie Luther den Kopf abzubeißen fand ich dann doch nicht so schick. Und schau hier - die Zeitung habe ich noch gefunden. "2017 Reformation - das Magazin" stand in weißen Buchstaben groß auf einer grünen Zeitung.

Timo war irgendwie gerührt. Natürlich sprach er oft mit seiner Mutter - auch über das Referat. Aber, dass sie extra für ihn recherchiert hatte und kleine Geschenke gekauft hatte - das hatte er nicht erwartet. "Danke", sagt er und drückte ihr ein verstohlenes Küsschen auf die Wange. Das ist echt nett von dir!"

"Stimmt", grinste seine Mutter. "Abendessen gibt es in einer Stunde."

Er ging wieder an seinen Schreibtisch zurück und legte die Socken neben seinen Rechner!

"Luther - es gibt Socken mit deinem Satz. Hammer, oder?"

"Ach - die gibt es schon länger.", hörte er ihn schnauben. "Weltlicher Tand.""Aber lustig!"

Er machte ein neues Fenster auf uns googelt Luther und Dinge, die man "kaufen" konnte. Das interessierte ihn jetzt schon. Zehn Minuten später war er mehr als platt. Unglaublich, was es da alles gab: Lätzchen für die Kleinsten mit der Lutherrose mitten drin. Tassen mit Bildern von ihm und Herrn Käthe. Kapuzenpullover mit der Aufschrift: "Viva la Reformation!", Frisbeescheiben und Bierdeckel, Feuerzeuge und Einkaufschips - so einen hatte ihm am Anfang seines Referates Pfarrer Wagner einmal geschenkt - zur "besonderen Inspitration", wie er damals sagte.

Es gab Gebäckaustechformen und Lutherbonbons. Taschen und Schablonen, mit der sich eine Luther-Rose auf einen Cappuccino zaubern lässt. Und dann gab es da noch den Playmobilmini-Luther.


=> "... und ein dicker Kürbis