Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 23.10.2016
Brücke

=> Andacht: Schöne Erinnerungen sind Goldes wert

In den vergangenen Wochen war ich öfter an meiner ersten Wirkungsstätte als Religionspädagogin. Einmal habe mich auf eine Bank in die Sonne gesetzt und genüsslich ein Eis geschleckt. Dabei sind meine Gedanken geschweift - zurück in die Jahre, als ich hier meine erste Stelle hatte und besonders zu den Klassen im ersten Jahr. Was wohl aus den Schülern und Schülerinnen von damals geworden ist? ...

(aus Philipper 1, 3-11)

Susanne Borée

=> Das Herz brennen lassen

"Brannte nicht unser Herz ...?" So fragen die Emmausjünger (Lukas 24,32). Die Begegnung mit dem Auferstandenen rührt sie dermaßen an, dass sie alle Müdigkeit vergessen. Sie laufen sofort den ganzen Weg nach Jerusalem zurück, um ihren Freunden von der Begegnung mit Jesus zu erzählen. Ohne innere Beteiligung, ohne Begeisterung ist es nur schwer möglich, jede Woche neu Geschichten zu schreiben und auszuwählen. Wenn ich unter Einsamkeit oder mangelnden Ideen leiden würde - in diesen Wochen würde ich gewiss keine Depression bekommen! Nicht nur die sinkenden Temperaturen oder die bunten Blätter an den Bäumen weisen unwiderruflich auf den Herbst hin.  ...

Stefanie Scherer

=> Grenzen überwinden - auch bei Diakonie-Kunst

"Wir haben uns so gut verstanden - mit Händen und Füßen." Stefanie Scherer ist noch immer die Begeisterung anzuhören. Die junge Künstlerin aus Neuendettelsau nahm an einem grenzüberschreitenden Kunstprojekt mit jungen Menschen aus einem Diakonieprojekt der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in Pilsen teil. Gemeinsam schufen sie in tagelangen, intensiven Arbeitsgruppen Werke verschiedener Genres und Ausdrucksformen. Die engen Grenzen einzelner Elemente hat auch Stefanie Scherer überwunden. Die 21-jährige Künstlerin, die im Alltag in einer Werkstatt in Neuendettelsau Taschen kreiert, zeigt nun stolz eines ihrer Hauptwerke in warmen Erdfarben Während nun der Nürnberger Teil der bayrisch-tschechischen Landesausstellung über Karl IV. im Germanischen Nationalmuseum seine Tore öffnet (unten), ist das gemeinsame Diakonie-Projekt schon seit Mitte September im Rathaus zu Neuendettelsau zu sehen. ...

Sigrid Klever

=> Unbezahlbare Werte

In ungelenken Buchstaben schreiben sie ihren Dank. Oder formulieren die Bitte, dass sie so gerne wieder in ihren erlernten Berufen arbeiten wollen - etwa als Frisör. Zwischen überdimensionalen Strichcodes haben Nürnberger Asylbewerber notiert, was sie über sich mitteilen wollten. Ein dutzend Flüchtlinge - meist aus arabischen Ländern oder Äthiopien - stellen sich und ihre Wünsche in der Nürnberger Gustav-Adolf-Gedächtniskirche vor. ...

Nelo Lohwasser

=> "Der letzte Weg"

Der Schmerz steht ihnen ins Gesicht geschrieben: Barbara Baier trug 1924 ihr einziges Kind Hans zu Grabe. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Eva war sie als Letzte auf dem Schwarzbauernhof in Hetzles bei Erlangen übrig geblieben. Das Familiendrama hatte schon eine Generation zuvor begonnen. 1890 war ihr Bruder Michael mit 17 Jahren überraschend gestorben. Daraufhin hatte Barbara ihren Cousin Johann Georg Baier geheiratet, um den Hof weiter zu führen. Und vor genau hundert Jahren, 1916, starben innerhalb von acht Tagen die Eltern Johann Ignaz Baier (*1843) und seine Frau Anna (*1850). Ihnen folgte wenige Wochen später Barbaras Gemahl nach einer Krebsoperation ins Grab. ...

Luke

=> Lebenslinien (Teil 56): "Musik ist seine Sprache"

Hellwach, mit neugierigen Augen wartet Luke auf mich, die Musiktherapeutin. Lächelnd reicht er mir die Hand. Der Händedruck ist weich. Eigentlich kaum spürbar: "Grüß dich Gott, Luke!", begrüße ich ihn im Auhof, einer Einrichtung der Rummelsberger Dienste: "Freust dich schon auf deine erste Stunde heute?" Zartes Lächeln ist die Antwort des Blondschopfs. Immer einige Schritte hinter mir, schlendert der Junge verträumt hinterher bis zum Musiktherapieraum. Trommeln, Gitarren, Xylophone, Gongs, Klavier und Keyboard füllen den einladenden Raum. Schweigend sieht sich Luke alle Instrumente von Weitem an: Anfassen, wie es die anderen Kinder spontan tun, kommt anscheinend nicht in Frage für ihn. Aber an einem Instrument klebt sein Blick fest ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 23. September 2018:

- Treffen der deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrerverein in Augsburg

- Studie der Bischofskonferenz erfasst sexuelle Übergriffe in 3.677 Fällen mit 1.670 Tätern

- Warum Merhabi fast nichts sieht: Im Berufsförderungswerk Würzburg lernen Flüchtlinge mit Sehbehinderung Deutsch

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