Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 24.4.2016
Brücke

=> Andacht: Die Konfektionsgröße Gottes

Im Kirchenchor wird bei der Generalprobe heftig diskutiert: Was ziehen wir an? Erfahrene Chorleiter bestätigen: Hier wird nicht nur das ewige Lieblingsthema der Alt- und Sopranstimmen verhandelt. Gleiche Chorkleidung macht erkennbar und fördert den Zusammenklang. Auch im antiken Kolossä waren die Menschen auf Mode und Kleidung ansprechbar. Mit Stoffen, Farben, Schnitten kannte man sich aus, die Stadt war Zentrum der Textilherstellung. Und so gibt ein alter Brief an die dortige Christengemeinde besondere Bekleidungstipps für besondere Menschen: Zieht an, was euch als Christen erkennbar macht - Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld. Allesamt wärmende Kleidungsstücke, zumindest erwärmend für andere. Einem selbst mag das ein oder andere altmodisch vorkommen. Demut und Sanftmut - wer trägt sowas heute noch? ...

(Auslegung zu Kolosser 3,12-17)

Martin Bek-Baier

=> Editorial: Kirche bricht auf

Die Kirche will aufbrechen. Wieder einmal. Diesmal aufs Land. "Wenn unsere Kirche aufbricht, dann geht sie nicht irgendwohin", sagte Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel bei ihrer Eröffnungsansprache zur Frühjahrssynode in Ansbach. "Sie wird wie Abraham ins Land Gottes geführt." Bei dieser Synode, wie so lange bei keiner mehr, wurde deutlich, dass gerade die ländlichen Gemeinden es sind, in denen die Kirche eine zentrale Rolle spielt. Aber auch dort ist die kirchliche Welt längst nicht mehr nur in Ordnung. ...

Synodalpräsidium

=> Die Kraft der Hoffnung

Die Barmer Theologische Erklärung spielte eine zentrale Rolle in der Eröffnungsansprache von Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel zur Frühjahrssynode in Ansbach. Die ­Erklärung wurde vor dem Hintergrund des nationalsozialistischen Staates und seinen Allmachtsphantasien 1934 verfasst und verab­schiedet. Es stellt das Bekenntnis zu Jesus Christus als Zentrum des Glaubens in den Mittelpunkt. Preidel plädierte mit Moltmann dafür, sich in den aktuellen Krisen nicht von der Angst, sondern von der Kraft der Hoffnung leiten zu lassen. ...

=> Kirche ist bunt - gerade auf dem Land

Kirchliche Initiativen und Werke präsentierten sich bei der Landessynode Ansbach

„Bauwagenkirche“ auf dem Ansbacher Karlsplatz mit Evi Pohl, Klaus Hubert vom „Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt“, Diakon Bruno Wicke und Gerhard Strunz aus Marktredwitz. Die „Evangelischen Bildungszentren im ländlichen Raum in Bayern e. V.“ mit Christine Marx (Hesselberg), Heidi Sprügel (Bad Alexandersbad) und Christine Hennings (Pappenheim, ganz rechts). Alle Fotos: Borée ...

Inge Wollschläger

=> Lebenslinien (Teil 30): Pfarrers Kinder, Müllers Vieh

Einmal - vor vielen Jahren - saßen meine Schwester und ich bei einem gemeinsamen Freund in seiner spartanischen Küche. "Und? Ihr Pfarrerstöchter? Wie war das so, als Pfarrerskind aufzuwachsen?" Wir fingen an, zu erzählen. Wir hatten einen interessierten und dankbaren Zuhörer, aber wir verstanden es auch, gut über alte Geschichten zu plaudern. Vielleicht ist das auch eine Gabe, die man als Kind eines Pfarrers lernt: Die ­Gabe, andere Menschen zu unterhalten. Schließlich wurden wir ­Sonntag für Sonntag Zeuge einer "Ein-Mann-Show" in der Kirche. ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 30. September 2018:

- Was auf den Tagesordnungen in Kirchenvorständen steht und was diese Gremien tun

- Oberkirchenrat Bierbaum: Religionsunterricht als Brücke zwischen Kulturen und Konfessionen

- Hört einander zu! Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, fordert gemeinsame Lösungssuche

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