Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 10.4.2016
Brücke

=> Andacht: Hoffnungszeichen

Kennen Sie das Gefühl, von einer schweren Last befreit zu sein? Wenn das Gepäck, das man mit sich trägt, kräftezehrend ist? Wenn Schultern und Arme - oder das Gemüt - schmerzen? Und dann, wenn jemand hilft zu tragen, wenn die Last abgenommen ist, spürt man sie: die freien Arme, den aufrechten Gang und die Erleichterung. Auch Lasten der Seele können ab­genommen werden: durch ein versöhnliches Gespräch, durch ein gutes Wort nach einem Streit, durch ein "ja" in einer verfahrenen Situa­tion. ...

(Auslegung zu 1. Petrus 2,21+24)

Inge Wollschläger

=> Editorial: Darf man hadern und zürnen?

"Manchmal brodelt ein Vulkan in mir!", schreibt Katrin Sickert auf ihrem Blog im Internet. Wer wollte ihr es verdenken. Von ihrem vagen Lebensplan als junger Mensch musste sie frühzeitig Abschied nehmen: Von ihrem Beruf als Apothekerin ebenso wie vom Sport oder der Musik. Die Multiple Sklerose zwang sie dazu. Ein "normales Leben" wie es ihre Freunde lebten, gab es ab einem bestimmten Zeitpunkt für sie nicht mehr. Sie zog in ein Senioren- und Pflegeheim um. Es ist die große Frage, wenn einen Schicksalsschläge treffen: Wie meistere ich dann mein Leben? ...

Katrin Sickert

=> "Dann kam alles anders"

"Als ich vor zwei Jahren und acht Monaten in das Seniorenheim, das Gerhard-Tersteegen-Haus einzog, war mein Leben mit einem Mal ganz anders geworden. Die vielen Multiple-Sklerose-Schübe (MS) die mich im Laufe der letzten fast 19 Jahre ereilt hatten, hatten ganze Arbeit geleistet. Ich landete im Rollstuhl - wo ich nie hin wollte. Ich konnte nicht mehr richtig sehen durch mehrere Sehnerventzündungen sowie diverse Schübe mit Doppelbildern. Die Feinmotorik und damit das Schreiben mit der Hand war gestört bis unmöglich. Ich konnte meine Musikinstrumente nicht mehr spielen - und ich war echt mal ganz gut." ...

Papa Ralf Volk

=> Lebenslinien (Teil 28): Wo der "Faktor 4" herrscht

Hier gibt es Freude und Querelen, wie in jeder anderen Familie, man spielt zusammen, streitet und versöhnt sich. Alles ganz normal. Und doch ist die Würzburger Familie Volk etwas Besonderes: Vier Kinder tummeln sich hier. "Das hat sich so ergeben", sagt Vater Ralf Volk: "Und wir sind sehr glücklich damit." Wobei es nicht leicht sei, eine so große Familie zu "managen", so der Psychiater, der gerade dabei ist, einen unterfränkischen Ableger des Verbands kinderreicher Familien in Deutschland (KRFD) zu etablieren. ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 24. Juni 2018:

- Der Ökumenische Rat der Kirchen wird 70 - ''Er ist genau das, was die Welt braucht!''

- Kein Frieden für alle in Sicht: Das ''Friedensgutachten 2018'' wurde in Berlin vorgestellt und kommentiert

- Versteinerte Psalmen: 25 Jahre Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt

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