Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 8.2.2015

In dieser Ausgabe des Sonntagsblattes lesen Sie:

=> Andacht: Hoffnungssamen

Gott will uns begegnen, davon bin ich fest überzeugt. Gott will seine Botschaft ausbreiten wie ein Sämann seinen Samen. Jesus erzählt davon, es klingt zunächst gar nicht wie eine Erfolgsstory. Drei Viertel des Samens ist verloren gegangen, drei Viertel vergeudet. Zertreten und aufgefressen, verdorrt, erstickt - das klingt nach einer drohenden Missernte, hört sich so an, als wäre Gottes Wort wenig gefragt. Ich höre so manchen Prediger jammern: "Über Jahre hinweg hab ich meiner Gemeinde vom Frieden erzählt, in den schönsten Worten ausgemalt, was dem Frieden dient - jahrelang - als aber der Krieg ausbrach, waren sie alle dafür." Geht wirklich ein Viertel der Saat auf oder gerät alles unter die Dornen? ...

(Auslegung zu Lukas 8,4-8)

Inge Wollschläger

=> Editorial: Beten als Update?

Mein Vater hat mit Ende 70 mittlerweile einen Laptop und ein Smartphone. Ich bin sehr stolz auf meinen Vater! Es gibt genügend Menschen, die sich dem Fortschritt und neuen technischen Geräten verweigern. Nicht so mein Vater: Er hat den Nutzen für sich erkannt. Außerdem haben seine Enkel mittlerweile auch ein Smartphone. Nun schicken sie sich Wortnachrichten und geben sich die neusten Spielstände bei diversen Spielen durch. Es bleibt dennoch nicht aus, dass er mich des Öfteren anruft: "Kind - wie macht man das?"

Diakon Norbert Holzheid

=> "Grüß Gott, schön dass Sie da sind!"

"Es ist wie ein Wunder", sagt Diakon Norbert Holzheid am 14. Tag des Projektes "Erste Vesperkirche in Bayern", das nach drei Wochen am 8. Februar endet. Ursprünglich seien maximal 200 Essen pro Tag vorgesehen gewesen, aber bereits am Eröffnungstag sind 275 Gäste in die St. Johanniskirche gekommen. Seitdem sind es täglich um die 400 Menschen. Mit täglich 50 Ehrenamtlichen sollte alles geschultert werden, aber inzwischen enthält die Kartei 230 Namen Freiwilliger, die gerne helfend mitarbeiten möchten. "Gerne" scheint überhaupt das Zauberwort in der Vesperkirche zu sein, in allen Nuancen, die das Wort bietet. "Viele sagen täglich zu mir", so der Diakon, "wenn Du jemanden brauchst, rufe mich an, denn ich möchte gerne mitmachen." ...

Renate Schmitter-Schroedter

=> Gegen das Vergessensein

Renate Schmitter-Schroedter öffnete ihr Gartentor für alle Kinder. Sie sorgte für Schaukel, Turnreck und einen großen Sandkasten. 1969 bezog sie mit ihrer Familie ihr neues Eigenheim in Grafing. Schon bald bemerkte sie die "Spielplatznot" vor ihrer Haustür. Und sie handelte, anstatt sich einzuigeln. Heute geht Renate Schmitter-Schroedters Blick hinaus auf eine kleine Straße, kahle Bäume.  ...

Über die Alpen

=> Herr Luther mischt sich ein

Eine Erzählung für unsere Kinderbeilage "Tim und Tina"

Was daran jetzt so toll sein sollte, dass seine Mutter beim Zelten mit Hingabe dreimal am Tag mit einem Streichholz den Spiritus zum Brennen brachte, um dann einen Wasserkessel darauf zustellen, verstand er nicht. Dennoch kochte sie literweise Wasser, um damit Tee mit so wohlklingenden Namen wie "Heiße Liebe" oder "Prima Verführung" zuzubereiten. Ihm war das recht. Denn eigentlich mochte er diesen Tee, den sie mit viel Zucker süßte. Verweichlichte Jugend

"Ein Bier wäre mir persönlich ja lieber!", sprach Luther fast schon schwärmerisch.

"Du weißt schon, dass ich erst zwölf bin und kein Bier trinken darf?", erwiderte Timo. So was nennt man Jugendschutz."

"Ach - wirklich?", antwortete Luther. "Zu meiner Zeit war das anders.   ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 23. Dezember 2018:

- Loblied auf das Weihnachtswunder: Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens ist 175 Jahre alt

- Paradiesäpfel an der Börse: Betrachtung von der Wallstreet in New York zum Weihnachtsfest

- Auch für Pfarrer hat die eigene Krippe von Bethlehem oft biografische Bedeutung

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