Lahu
Ein Mädchen der Lahu

Die Kirche bot eine Heimat

Bis sie Vikar Peera Chai "in die Arme liefen". Er bot ihnen hier an, nördlich von Chian Rai zu bleiben. Die lutherische Kirche Thailands erwarb zusammen mit ihren lutherischen Kirchenpartnern aus Australien, Amerika und Europa - darunter auch die evangelisch-lutherische Kirche aus Bayern - Land für Häuser, Reisanbau und Fischzucht. Darauf wurden nun erste Gebäude und eine Halle errichtet. Die Wohnhäuser bauen die Lahu selbst. Aus Bambusrohren und Schilfdächern entstehen ihre traditionellen Langhäuser, die auf Stelzen etwa einen Meter über dem Boden errichtet werden. Sie sind weitgehend gefeit gegen Umweltkatastrophen wie Hochwasser und Erdbeben.

Hier in der neuen Heimat kön-nen sie Grundnahrungsmittel zum Überleben anbauen. So haben sie nach langem Herumirren zwischen den Ländern endlich wieder eine Heimat. "Die Lage ist günstig", erklärt der Vikar: Durch die nahe Stadt ist eine medizinische Versorgung gewährleistet. Die Kinder erhalten eine Ausbildung. "Natürlich ist es nicht für alle leicht, hier neu anzufangen. Viele Erwachsene haben ein Defizit an Bildung", sagt Bischof Banjob. "Doch durch den festen Wohnort und die Versorgung durch ihre eigene Landwirtschaft haben sie alle eine Aussicht auf eine sichere Zukunft."

Die Gottesdienste feiern die Lahu in der großen Versammlungshalle. Ihr Chor stimmt in einer fremden Sprache bekannte Lieder an. Viele der Stücke sind auch in unserem  Gesangbuch zu finden. Andere sind Lobpreislieder. Die Sprache ist Lahu.

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