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aktuellen Themen:
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Der Hans, ein berühmter
Mesner
Unseres
lieben Herrgotts bemerkenswerte Dienerschaft
Jung
vermählt saß ich an einem wunderschönen Sonntag in
der Stadtkirche zu Gunzenhausen auf der Empore. Rechts von mir meine
erst vor einigen Wochen Angetraute, links meine Schwiegermutter. Der
gut besuchte Gottesdienst verlangte eine Reihe von Klingelbeutelträgern.
So marschierten sie denn auf, die Mitglieder der Stadtkirchnersfamilie
Denkfelder: der Paul, der Bernhard, die Rika, die lange Marie und
zuletzt der Hansl. Wie sie denn zusammengehören, die da aus der
Sakristei herausquollen und sich mit den blauvioletten samtenen Geldsäckchen
an den langen Stangen über die andächtige Gemeinde hermachten,
das wollte ich wissen. Schließlich hatte ich in die Riesensippe
der Denkfelder eingeheiratet. Ich wollte meine ehelich Angetraute
fragen. Aber „während des Gottesdienstes spricht man nicht“,
bemerkte die Mutti. Erst später stellten sie sich mir vor ...
Werner Spoerl
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Mystik im Zentrum:
Gerhard Tersteegen
Ein
Laientheologe des frühen Pietismus wurde einer der führenden
protestantischen Mystiker
Gerhard Tersteegen (1697-1769) war
einer der bedeutendsten Mystiker, die der Protestantismus hervorgebracht
hat. Geboren wurde er als siebtes von acht Kindern in einem von reformierter
Frömmigkeit geprägten Elternhaus in Moers, einer Stadt im
heutigen Nordrhein-Westfalen. Als der Knabe sechs Jahre alt war, starb
sein Vater. Gerhard besuchte die Lateinschule und erwies sich als
sehr begabt. Aber ein Studium kam später aus finanziellen Gründen
für ihn nicht in Betracht. Der Sechzehnjährige ging daher
nach Mülheim zu seinem erfolgreichen Schwager in die Kaufmannslehre,
und schließlich versuchte er zwei Jahre lang, ein eigenes Geschäft
zu betreiben. Damals machte er die Bekanntschaft Erweckter, die ihm
mystische Schriften nahebrachten. Von denen war er so beeindruckt,
dass er das Gelesene ins Deutsche übersetzte. Von früh bis
spät war er am Werk. ...
Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum
Thema "Mystik",
die 14-tägig erscheint
Werner
Thiede
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Luther trug Albe, Stola und Messgewand
Die Amtstracht lutherischer
Pfarrer war nicht immer schwarz – und darf seit zehn Jahren wieder
bunt sein
„Mit
dem schwarzen Mantel kann ich wenig anfangen“, sagt die Vikarin
und hängt ihren Talar lässig über die Schulter. So
geschehen nicht etwa im Gottesdienst, sondern im Predigerseminar.
Es ist nur eine Übung zur liturgischen Haltung im Gottesdienst,
die zur Ausbildung gehört.
Die
Liturgie umfasst das gesamte gottesdienstliche Geschehen, die Amtstracht
gehört dazu. Ihre Meinung wird besagte Vikarin sicher nicht in
ihrer Gemeinde äußern, denn für viele Gemeindeglieder
stellt der Talar dann doch mehr dar. Für sie ist auch eine andere
Tracht für einen evangelischen Pfarrer oder eine Pfarrerin schwer
denkbar. Der Talar ist aber im eigentlichen Sinn kein liturgisches
Gewand. ...
Martin Bek-Baier
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Gemeinschaftliche
Suche nach "Lebensspuren"
Puschendorfer
Diakonissen ermöglichen es durch Freizeiten, neue Nahrung für
die Seele zu finden
„Hier kann ich endlich mit
Leib und Seele zur Ruhe kommen.“ Melanie Messerer kann gar nicht
mehr zählen, an wie vielen Freizeiten und Seminaren sie in der
Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf teilgenommen hat. Auf jeden Fall
fühlt sie sich „seit 30 bis 40 Jahren“ der Schwesternschaft
verbunden. Zu Weihnachts-, Frauen- und jetzt zu Seniorenfreizeiten
tankte die 70-Jährige Ruhe und Kraft für ihr erfülltes
Leben. Neun Kinder zog sie groß. Inzwischen kann sie 19 Enkel,
drei weitere Pflegeenkel und vier Urenkel um sich scharen. Doch der
Haushalt, den sie noch selbstständig führt, bereitet ihr
zunehmend Mühe. So ist sie ganz froh, einmal nicht selbst am
Herd stehen zu müssen, sondern unter Gottes Wort ihrer Seele
Nahrung zu geben. ...
Susanne Borée
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Das schöne und gefährliche Leben am Ufer der Donau
Zu
Besuch in der Abtei Weltenburg, dem ältesten Kloster Bayerns
Ein
ohrenbetäubendes Klingeln zerreißt die Stille. Heiliger Bimbam,
das ist doch kein Geräusch, das einem heiligen Ort angemessen ist!
„Zeit zum Beten“, sagt Abt Thomas Freihart sanft und wendet
sich zum Gehen. Der unerbittliche Ton, der keinen Aufschub duldet, ruft
den Benediktiner und seine Mitbrüder zur Mittagsandacht in die
Kirche. Kaum zu glauben, dass das schrille Gebimmel die Weltenburger
Mönche auch morgens aus dem Schlaf reißt – um viertel
vor fünf, jeden Tag. Das aufdringliche Signal will nicht recht
zum barock-gemütlichen Ambiente des ältesten bayerischen Klosters
passen. Viel eher schon zum Lärm draußen im sommerlichen
Biergarten, wenn sich im Hof die Bänke unter Linden und Kastanien
am späten Vormittag mit Touristen füllen. Was aber ist das
Faszinierende an Weltenburg? Das Kloster ist wie kein zweites nahe am
Wasser gebaut. Die schöpferische wie zerstörerische Kraft
des nassen Elements prägt das Leben der Gemeinschaft bis heute.
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Christoph Renzikowski
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