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"Noah und die coole Arche"
Fast
100 Kinder von "Pro Chor Kids" bringen Kindermusical in Rothenburg auf
die Bühne
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Andreas Gubo
erzählt zu Beginn des Musicals, dass auf der Erde Gewalt,
Lüge, Neid und Hass herrschen.
Foto: Noack
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„Noah
und die coole Arche“ heißt ein Kindermusical,
aufgeführt von fast 100 Kindern und es ist ein Erlebnis, nicht
nur für Kinder. Das Musical stammt aus der Feder von Helmut
Jost und Ruthild Wilson von der Creativen Kirche Witten.
Fetzige,
abwechslungsreiche Musik, Schauspiel, Tanz, eine tolle Kulissen und
eben eine „echt coole“ Geschichte wird
erzählt und zieht das Publikum schnell in seinen Bann.
Aufgeführt wird die biblische Geschichte von Noah, dem alten
und gottesgläubigen Mann, der vor vielen
Jahren lebte. Er führte sein Leben in einer
schweren Zeit. Die Menschen zu jener Zeit hörten nicht mehr
auf Gott, es herrschte Gewalt, Neid, Lüge, Verrat und Hass.
Andreas Gubo, der Leiter des Projektes „Pro Chor
Kids“, erzählt sitzend am Bühnenrand zu
Beginn die Vorgeschichte und hält eine Weltkugel in der Hand.
Dann kommen die Kinder hereingestürmt, nehmen Aufstellung und
zu fetzig, moderner Musik ertönt: „Noah ist ein
cooler Held, weil er weiß was wirklich zählt. Noah
ist ein cooler Held, weil er weiß was Gott
gefällt.“
Mit Freude bei den
Proben
Seit
Monaten haben die Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren die Lieder
und Choreographie, die Loreen Fajgel entwarf, mit viel Freude
einstudiert. Zusätzlich zu den obligatorischen Proben am
Sonntag Nachmittag werden noch mehrere Workshops wie Tanz, Sologesang
und Schauspiel für die "Pro Chor Kids" angeboten. Unter der
Leitung von Claudia Canetti bilden rund 20 Kinder die Tanzgruppe, die
innerhalb des Musicals zwei mal auftreten. Besonders mutig sind die
Kinder die sich einen Sologesang zutrauen und unter der Obhut von
Juliane Rattler für ihre Stücke fit gemacht werden.
Last but not least: Die Schauspieltruppe. Nach mehrerern Leseproben
werden von Ute und Jochen Kilian, die die Verantwortung tragen,
fünf Kinder im Alter von 8 bis 13 ausgewählt: Noah
wird großartig von Mirjam Ott dargestellt und Noahs Frau von
Magdalena Walther. Kathrin Haitchi und Annika Kilian spielen
zwei Schwiegertöchter und Esther Noack, als jüngste
Schauspielerin verkörpert Sem, Noahs Sohn. Bei jeder einzelnen
Probe, egal ob Workshop oder Chor, spürt man: die Kinder und
alle Mitwirkenden sind mit viel Motivation bei der
Sache. Besonders beeindruckend ist vor allem das
Bühnenbild und die Lichteffekte. Gebaut hat die
Arche, die im Laufe der Aufführung entsteht, Gino
Thiel. Begleitet werden die Kinder von der Pro Chor Band mit
Volker Barthelmeß, Thomas Ellinger, Thomas Niedernhuber,
Christoph Stahl, Mathias Wildermann, den Bläsern Michael
Häußler, Markus Krause, Fabian Schwarz, Simon Schalk
sowie dem Backgroundchor mit Katrin Bär, Juliane Rattler,
Sebastian Nörr und Juan Paton, der auch den Plakatentwurf
gemalt hat.
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Noah und seine
Familie vor der fertigen Arche, kurz bevor sich die Tür
schließt. Von links: Annika Kilian, Kathrin Haitchi, Esther
Noack, Mirjam Ott und Magdalena Walther.
Foto. Noack
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Bau mir eine Arche!
Noah
ist
alleine auf der Bühne und hört Gottes Stimme aus dem
Hintergrund. Gott
gibt ihm einen Auftrag: „Bau mir eine Arche!“ Noah
wusste zuerst weder
was eine Arche ist, noch was Gott geplant hatte. Gott erklärt
ihm: Die
Arche ist ein riesiges Schiff. Noah soll es nach seiner genauer
Anleitung bauen und seine eigene Familie und von allen Tieren je ein
Paar mitnehmen. Unter dem Spott und Gelächter der anderen
Menschen befolgen Noah und seine Familie den Auftrag Gottes.
Keine
leichte Aufgabe wie in einem Lied zu hören ist und Noah sich
zweifelnd
an Gott wendet: „Herr, wie soll es mir gelingen so ein
großes Schiff zu
bau´n? Ich weiß nichts von diesen Dingen, muss dir
ganz und gar
vertrau´n; muss dir ganz und gar
vertrau´n.“
Mit eingängigen
Lieder wird nun die spannenden Erzählung fortgesetzt
und vermittelt
für die Spieler, Sänger und Zuhörer einen
zeitgemäßen Zugang zu dieser
biblischen Story. Ein weiterer Höhepunkt ist der Einzug der
Tierpaare
und dann unter bedrohlicher Musik der Beginn des Regens. In
Sologesangsstücken erzählen nun einzelne Tierpaare
ihre Erlebnisse auf
der Arche: Da jammern die Giraffen über zu niedrige Zimmer,
die Pfauen
beklagen die dunklen Kellerlöcher und beantragen einen Platz
am
Sonnendeck, die Bären beschweren sich über den Koch
in der Kombüse und
die Maus klagt mit hoher Stimme, dass alle mit schweren
Füßen auf ihrem
Schwanz herumtrampeln und nicht auf die Kleinen achten. Einzig den
Nilpferde und Affen scheint es zu gefallen, was sie fröhlich
zum
Ausdruck bringen.
Als
die Arche strandet und alle gerettet werden,
erscheint natürlich ein großer Regenbogen. Noah und
seine Familie
verlassen jubelnd die Arche, bevor der Chor das Musical mit
versöhnlicher Botschaft beendet: „Gott malt mit
bunten Farben und
liebevoller Hand seinen Regenbogen über unser Land. Am Himmel
steht
geschrieben: Gott liebt diese Welt. Will sich und uns erinnern, dass er
Versprechen hält.“
Manuela Noack
Beten mit wachen Sinnen
Seid
beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung!
Kolosser
4,2
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Ein guter Rat:
„Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit
Danksagung!“
Foto: epd
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Gebetet wird.
Sichtbar im Katholizismus: Da knien Menschen, bekreuzigen sich, da
gehen sie Pilgerwege, entzünden Kerzen, da werden bei
Prozessionen Straßen und Plätze der Stadt zu Orten
des Gebets. Gebetet wird. Nicht ganz so sichtbar bei uns Evangelischen:
mit Kindern vor dem Einschlafen, als Stoßgebet, als Zuflucht
in Zeiten der Not, natürlich auch im Gottesdienst.
Näher als im Gebet kann man Gott kaum sein.
Beten ist nicht
immer leicht. Du sagst vielleicht: Ich bete, wenn mir danach ist. Oder:
Beten kann ich nur, wenn ich ganz für mich bin.
„Seid beharrlich im Gebet!“, sagt die Bibel. Die
Erfahrung mit dem Beten zeigt: Gebet ist wie Arbeit. Sie macht oft
Spaß, aber doch oft auch Mühe. Das beharrliche Gebet
geschieht nicht, wenn ich es gerade zu brauchen meine, sondern wenn es
dran ist. Was man an der Arbeit hat, merken Menschen oft erst, wenn sie
keinen Job mehr haben. Gebet ist wie Arbeit. Es strukturiert den Tag,
es gehört dazu wie das Zähneputzen, und es muss nicht
immer mit Herzblut passieren.
Du sagst
vielleicht: Ich schweife beim Beten ab. Oder: Beten ist mir zum
Einschlafen langweilig! „Wacht im Gebet!“, sagt die
Bibel. Nicht, dass es schlimm wäre, über dem Beten
einzuschlafen; es gibt unerfreulichere Weisen, in den Schlaf zu fallen.
Ich muss beim Beten nicht immer die Augen offen haben, um wach zu
bleiben: wach für das, was kommen könnte; mit allen
Sinnen wach für den Herrn, dass ich ihn nicht
versäume; wach für das, was er vorhat mit mir und der
Welt. Keine Sorge, wenn ihr beim Beten einschlaft! Das gehört
auch zu dem, was schön ist an der Kirche: dass die einen
beten, wenn die andern schlafen.
Du sagst
vielleicht: Meine Bitten werden ja doch nicht erhört. Oder:
Mit meinen Bitten kann ich den Lauf der Dinge auch nicht
ändern. „Mit Danksagung sollt ihr beten!“,
sagt die Bibel. Keine Rede davon, dass Beten nur Bitten wäre.
Im Gegenteil. Das beharrliche Gebet lebt auch davon, dass ich mich Gott
einfach zuwende. Mit allem, was ich durch ihn bin und von ihm habe. Das
kann so aussehen, dass ich ausdrücklich danke für
dies und das. Das kann aber auch schlicht so aussehen, dass ich vom
Beten ebensowenig lasse wie vom Atmen. Dem Herrn mit dem Herzen
entgegen atmen. Auch das ist Gebet.
Sei beharrlich im
Gebet! Bete und arbeite! Ora et labora. Nach der Regel des heiligen
Benedikt leben Mönche und Nonnen in Klöstern auf der
ganzen Welt. „Bete!“, sagt sich der Mönch,
der die klostereigene Bäckerei leitet, wirft die Kutte
über und geht zum Chorgebet in die Kapelle.
„Arbeite!“, sagt sich der Mönch, der die
Klosterbuchhandlung organisiert, und macht sich von der Kapelle auf an
sein Tagwerk. Beten und Arbeiten, hin und her, ohne Schwellen, beides
im Wechsel.
Gedacht war es im
Protestantismus ganz ähnlich. Was wir aber wieder lernen
müssen: dass Arbeit das Beten nicht ersetzt. Dass es Sonntag
bleiben muss im Alltag. Dass das Gebet Orte, Zeiten und Zeichen
braucht. „Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit
Danksagung!“
Professor Dr.
Martin Nicol,
Erlangen
Gebet:
In Deiner Hand, Herr, sind die Tiefen der Erde, und die Höhen
der Berge sind auch Dein. Dein ist das Meer, und Du hast’s
gemacht, und Deine Hände haben das Trockene bereitet. Du bist
unser Gott, und wir sind das Volk Deiner Weide und Schafe Deiner Hand.
Amen. (Nach Psalm 95)
Lied 302: Du meine
Seel, singe
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