|
||
|
|
||
|
|
||
Modellprojekt für arbeitslose Jugendliche wird durch Diakonie gefördert
Am Anfang stand eine Idee von Steffen Schroth, dem Leiter der Projektschmiede Rothenburg. Arbeitslosen Jugendlichen sollte irgendwie geholfen werden. Nach vielen Überlegungen und Gesprächen kristalisierte sich dann das Projekt „Rothenburg aus der Kiste“ heraus. Im Mittelpunkt des Projektes steht nun ein Produkt, das gemeinsam mit Gustav Weltzer, einem Stadthistoriker und Künstler, und den Jugendlichen gestaltet und erweitert wird. Dabei handelt es sich um eine Holzkiste, die ansatzweise die Umrisslinie der Stadt Rothenburg beschreibt. In dieser Kiste befinden sich die Häuserfrontansichten berühmter Bauwerke der Stadt. Diese können, bis auf die Tore, auf der Kiste frei bewegt werden. Tore und Türen sind zum Teil ausgeschnitten, so dass sich immer verschiedene Sichtwinkel ergeben. Das Set eignet sich also zum Spielen für Kinder, aber auch zu dekorativen Zwecken, etwa um in einem abgedunkelten Raum ein wunderbares Lichtspiel mit immer neuen Variationen zu entwickeln. Lernen von A-Z Für die arbeitslosen Jugendlichen dauert die Maßnahme sechs Monate. In dieser Zeit sollen sie ganzheitlich lernen. Symbolisch ausgedrückt, von A-Z in den Produktionsablauf eingegliedert werden. Dazu konnten viele Unterstützer gewonnen werden, die die Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten. So ist eine Schreinerei gewonnen worden, die beim praktischen Arbeiten hilft. Auch Dieter Koch, ein ehemaliger Berufsschullehrer, ist mit von der Partie. Er unterrichtet die Jugendlichen einmal pro Woche; dazu hat die Berufsschule Rothenburg-Dinkelsbühl eigens einen Raum bereitgestellt. Dort können mit den Teilnehmern die Schablonen aus Kunststoff hergestellt, aber auch Raumberechnungen und Grundrechenarten vermittelt werden. Auch Themen wie Arbeitssicherheit und Betriebswirtschaft stehen auf dem Stundenplan. Eigener Betrieb Gemeinsam mit den Jugendlichen wird eine „Übungsfirma“ gegründet. Organisatorisch wird sich die Firma in Produktion, Vermarktung und Vertrieb gliedern. Je nach ihren Stärken können die Jugendlichen verschiedene Aufgabengebiete innerhalb des Unternehmens einnehmen. Auch ein Wechsel innerhalb des Unternehmens ist natürlich möglich und sogar gewünscht. Durch die Vernetzung ist es zum Beispiel möglich, dass ein Jugendlicher zusammen mit einer Werbeagentur die Vermarktung und Präsentation des Produktes in die Wege leitet. Koch fügt an: „Die Jugendlichen lernen viele Bereiche kennen und wir können dann sehen wo wir sie später einmal einsetzen können.“ Weitere Informationen zum Projekt, das sich derzeit um den Deutschen Förderpreis „Jugend in Arbeit“ bewirbt, sowie Angaben zu den Kosten des Produktes „Rothenburg in der Kiste“ sind erhältlich bei der Rothenburger Projektschmiede e.V., Schlachthofstraße 37 c, 91541 Rothenburg ob der Tauber oder unter der Telefonnummer: 09861/935133 und per Fax unter: 09861/935132. Ebenfalls kann man Anfragen an die E-mail-Adresse: Rothenburger.Projektschmiede@t-online.de senden und sich im Internet unter: www.projektschmiede.org informieren. Manuela Noack
Grenzenlos frei werdenNaaman, der Feldhauptmann des Königs von Aram, (...) war ein gewaltiger Mann, jedoch aussätzig. Aber die Kriegsleute der Aramäer (...) hatten ein junges Mädchen weggeführt aus dem Lande Israel; die war im Dienst der Frau Naamans. Die sprach zu ihrer Herrin: Ach, dass mein Herr wäre bei dem Propheten in Samaria! Der könnte ihn von seinem Aussatz befreien. (...) So kam Naaman mit Rossen und Wagen und hielt vor der Tür am Hause Elisas. Da sandte Elisa einen Boten zu ihm, der sprach: Geh hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder heil, und du wirst rein werden. Da wurde Naaman zornig und zog weg und sprach: Ich meinte, er selbst sollte zu mir herauskommen und den Namen des Herrn, seines Gottes, anrufen und seine Hand hin zum Heiligtum erheben und mich so von dem Aussatz befreien. (...) Seine Diener sprachen: Wenn dir der Prophet etwas Großes geboten hätte, hättest du es nicht getan? Wie viel mehr, wenn er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst du rein! Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geboten hatte. Und sein Fleisch wurde wieder heil (...) Und er kehrte zurück zu dem Mann Gottes und sprach: Siehe, nun weiß ich, dass kein Gott ist in allen Landen, außer in Israel.
Diese Geschichte aus dem Alten Testament erzählt von Grenzüberschreitungen. Dabei geht es um mehr als um sichtbare Grenzen. Ganz unbegegründet sind die Ängste, die zu den Grenzen führen, nicht. Denn das Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft und sozialen Möglichkeiten schafft neue Grenzen: sichtbare soziale Abgrenzungen und innere Vorbehalte. Propheten der Bibel überschritten immer wieder Grenzen: ihre eigenen, physischen, die ihres Landes, oft auf der Flucht, und die Grenzen dessen, was Menschen für möglich halten, wenn sie im Auftrag Gottes Zeichen und Wunder wirken. In der Zeit des Alten Testamentes herrschte die Meinung unter den Frommen vor, der Gott Israels sei einzig dem auserwählten Volk vorbehalten. In der Geschichte von Naaman zei-gen das Mädchen und der Prophet Elisa, dass Gottes Heil allen Menschen gilt.
Obwohl sie durch ihr Schicksal Grund gehabt hätte, feindselig gegen Naaman zu sein, macht das Mädchen den ersten Schritt zu einer Grenzüberschreitung und ist zur Hilfe bereit. Sie weist ihren Peiniger auf den Propheten Elisa hin. Diese Öffnung wirkt: Der Feldhauptmann Naaman, angetrieben von einer neuen Hoffnung, überschreitet seinerseits mehrere Grenzen: die zu einem fremden Land, die seines Stolzes und die seines Vertrauens und Glaubens. Der Prophet Elisa schließlich zeigt, dass Gottes Größe und Macht keine Grenzen kennt. Weder lässt sich Gott auf ein Volk beschränken, noch sind seiner heilenden Kraft von der Natur Grenzen gesetzt. Pfarrer Martin Bek-Baier,
Kammerstein Gebet: Gott, unser Herr, lass uns, in Hoffnung auf dein grenzenloses Heil, offen werden für andere Menschen.
Lied EG 393: Lobt Gott den Herrn |
||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|