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Seit über 100 Jahren ist der Deutsche Evangelische Frauenbund aktiv
„In zwei Sätzen kann ich nicht erklären, was der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF) ist“, sagt Kathrin Geiger, Geschäftsführerin des DEF. Es ist wie bei vielen Verbänden: Der DEF hat eine lange wechselvolle Geschichte, viele Gesichter und sogar zwei Arbeitgemeinschaften sind aus ihm hervorgegangen. Soziales Engagement
Hintergrund der DEF-Gründung: „Die Frauen sahen die große soziale Not vieler Menschen und wollten dagegen etwas tun“, sagt Kathrin Geiger. Durch das Engagement der Frauenbund-Frauen wurden zum Beispiel vor 100 Jahren in Berlin die ersten Sozialarbeiterinnen ausgebildet. „Auch die Bahnhofsmission geht zum Teil auf den DEF zurück.“
Klar und schematisch umreißen lässt sich der Evangelische Frauenbund nicht. Auch heute nicht. „Wir bestehen aus vielen Ortsverbänden, sie sind das Herz des DEF“, erklärt die Geschäftsführerin. Jeder Ortsverband engagiert sich in seiner Weise – je nach Begabungen und Möglichkeiten der Frauen. „In Schweinfurt zum Beispiel engagiert sich der Frauenbund in der Arbeit mit Russlanddeutschen.“ Die Frauen machen Hausaufgabenbetreuung, organisieren Treffen, Sprachkurse – alles mit dem Ziel die Menschen in die Gemeinden einzugliedern.
Ein anderes Beispiel: In Ansbach liegt der Schwerpunkt auf Second-Hand-Waren. „Es gibt eine Sammelstelle, wo Leute ihre überflüssige Kleidung abgeben können und einen kleinen Laden in der Turnitzstraße, wo die Sachen verkauft werden“, so Kathrin Geiger. Der Erlös wird für soziale EInrichtungen in der Umgebung gespendet. „So hat wirklich jede Ortsgruppe ihre eigene Prägung.“ Andere engagieren sich in der Hospizarbeit, wieder andere bieten an, Menschen in Krankenhäusern und Altenheimen zu besuchen.
Zwei „Kinder“ hat der DEF hervorgebracht. 1953 entstand die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Haushaltsführungskräfte. Darin haben sich Hausfrauen unterschiedlichsten Alters und Frauen, die Hauswirtschaft in irgendeiner Weise zum Beruf haben, zusammengeschlossen. „Der AEH gibt Seminare, ist in der Verbraucherzentrale vertreten und auch auf Bundesebene aktiv“, so Kathrin Geiger. „Ziel des AEH ist es, Frauen für den Umwelt- und Verbraucherschutz zu sensibilisieren.“
Das zweite „Kind“ ist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Medienkompetenz (EAM). Entstanden ist dieser Arbeitszweig aus dem evangelischen Rundfunkdienst, der in den frühen 20er Jahren Kinofilme verfolgt hat und auf deren Jugendgefährdung ein Auge hatte.
Medienkompetenz
Der EAM Bayern feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. An seiner Gründung ist Kathrin Geiger nicht ganz unbeteiligt. „Meine Mutter hat immer sehr darauf geachtet, wenn ich als Kind mit meinen Freundinnen ferngesehen habe“, erzählt sie. So habe ihre Mutter Anke Geiger ihr Interesse an Medienarbeit entwickelt und den EAM ins Leben gerufen. „In Bayern gibt es acht Medienkreise. Die Frauen sehen sich gemeinsam Sendungen an und schicken ihre Beurteilungen an die Redaktionen der Sender“, schildert Kathrin Geiger die Arbeit. Ihre Mutter ist Vorsitzende des EAM und die beiden haben beruflich viel miteinander zu tun. „Das klappt gut“, sagt sie. „Es hat uns näher zusammengebracht und ist ein Gewinn für unsere Beziehung.“ Und ein bisschen stolz ist Kathrin Geiger auch auf ihre Mutter. Karin Ilgenfritz
Hinweis: Die Veranstaltungen des DEF sind für alle offen. Wer ein Programm möchte oder Fragen rund um den DEF hat, kann sich wenden an: DEF GEschäftsstelle, Kufsteiner Platz 1, 81679 München; Telefon: 089/98105788; Internet: www.evangelischer-frauenbund.de.
Ströme des lebendigen WassersAm letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verklärt.
„Durst nach Leben“, diese Überschrift habe ich kürzlich in einer Zeitung gefunden, Durst nach Abenteuer, nach Selbstbehauptung, nach dem „wahren Leben“, was immer man sich darunter vorstellt, Durst, vor allem von jungen Leuten empfunden, denen ihr Leben glanzlos und uninteressant vorkommt.
Nicht umsonst spricht man von „Durststrecken“, die immer wieder durchmessen werden müssen. Da geht nichts voran, weder im Beruf noch im persönlichen Leben, weder bei einer langwierigen Krankheit noch bei der Verwirklichung von Plänen, die doch so verheißungsvoll begonnen hatte. Heidi Schülke,
Präsidentin der Landessynode
Gebet: Vater, in Jesus bist du uns ganz nahe gekommen, dafür danken wir dir; Jesus, du wolltest uns an deiner Fülle teilhaben lassen, lass uns offen sein dafür; Heiliger Geist, lass uns lebendige, mitreißende Botschafter der überströmenden Liebe Gottes sein. Amen. Lied 324: Ich singe dir mit Herz |
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