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So mag es auch manchen evangelischen Christen aus Nabburg und Pfreimd
(Dekanat Sulzbach-Rosenberg) gegangen sein, als sie hörten, dass ihr Pfarrer mit Familie nach Tansania gehen wird.
"Bei uns kam der Ruf eher Scheibchen weise", räumt Pfarrer Fritz Berg mit der fromm-romantischen Vorstellung vom "Missionsruf" auf. Er und seine Frau Gudrun sind seit 1992 in der oberpfälzischen Gemeinde. "Für uns war von vornhe-rein klar, dass wir nochmal wechseln wollen", sagt Gudrun Berg, die als Religionspädagogin im Gymnasium Religion gab. Im letzten Jahr habe sie immer wieder mal das Amtsblatt durchgeblättert, um sich über freie Pfarrstellen in Bayern zu informieren.
Zweiter Auslandsaufenthalt
Das Ehepaar war bereits von 1984 bis 1991 in der Mission. Erst drei Jahre in Tansania, dann vier Jahre im heutigen Kongo. Letzten Herbst erfuhren die beiden auf einem Treffen ehemaliger Tansania-Mitarbeiter, dass das Missionswerk Probleme hat, genügend Mitarbeitende für die Mission zu finden. "Das war der Impuls, dass wir das Nachdenken anfingen", berichtet der 49-jährige Pfarrer. Nach einem Telefonat mit dem Missionswerk hat sich diese Möglichkeit als "echte Alternative zu einem 'normalen' Stellenwechsel entwickelt".
Wenig Bindung an einen Ort
Auch vor 16 Jahren, als sie zum ersten mal nach Tansania gingen, hatte das Ehepaar kein einschneidendes Erlebnis. Es hatte sich vieles so zusammengefügt, dass sie sich schließlich zu diesem Schritt entschlossen. Nach dem Vikariat Bergs stand ein Wechsel an. Durch einen Artikel im Sonntagsblatt sei er überhaupt erst auf die Idee gekommen, ins Ausland zu gehen. Er las, dass Mitarbeiter in Tansania gesucht wurden. Er erinnerte sich an die Partnerschaft seiner Augsburger Heimatgemeinde mit einer Gemeinde in Süd-Tansania. So wurde diese Möglichkeit immer greifbarer. "Schließlich entschieden wir uns beide für Tansania. Auch Papua-Neuguinea wäre möglich gewesen, aber das war uns zu weit."
Neue Aufgaben
Fritz Berg ist für die Gemeinde in Same im Norden Tansanias zuständig. Religionsunterricht, Kindergottesdienst und Alphabetisierung sind die Aufgaben von Gudrun Berg. Ihr Sohn wird unter der Woche in einem Internat auf die Schule gehen und nur an den Wochenenden bei seinen Eltern sein. "Fünf oder sechs Jahre werden wir bleiben, das hängt auch von Florians Schule ab", meint seine Mutter. Aber klar ist, dass es ein Aufenthalt auf Zeit werden wird.
Karin Ilgenfritz
"Tut nichts aus Eigennutz..." Müssen wir nicht die Pleite befürchten, wenn wir uns nach diesen Versen richten? Und überhaupt: Wann ist es denn unter Christen schon konkurrenzlos zugegangen? "Sie stritten so heftig miteinander, dass sie sich schließlich trennten", steht in Apostelgeschichte 15. Es wurden getrennte Wege gegangen, verschiedene Ziele angepeilt. Hat da nicht auch die Konkurrenz das "Geschäft" belebt? Ganz allgemein: Spieler und Gegenspieler wird es immer geben. Die Anfragen wollen ernst genommen werden. Die Tatsache, dass es auch unter Christen menschelt, ist kein Grund, einem Verdrängungswettbewerb zu huldigen. Gerade als Christen können wir der Wettbewerbsgesellschaft zeigen, dass es noch etwas anderes gibt als die gnadenlose Konkurrenz. Einen Wettbewerb nämlich, der nicht auf Vernichtung aus ist. Was selbst in der harten Geschäftswelt möglich ist, gilt unter christlichen Vorzeichen erst recht für das Zusammenleben im Alltag. Unterstützende Belebung statt lähmendem Konkurrenzneid! Durch Jesus Christus mit Mut anderen in ihrem Leben dienen. Menschen, die sich dazu einmütig bekennen, sind sich auch einig: Ein solcher "Wettbewerb" dient letztlich allen. Er überzeugt gerade in einer Welt gnadenloser Beispiele. Die Verse des Apostel Paulus sind tatsächlich konkurrenzlos gut.
Dekan Hans Hager, Thurnau
Wir beten:
Lied 170, 2: Keiner kann allein Segen sich bewahren.
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