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Eine der ältesten Darstellungen der Dreieinigkeit lässt sich bis ins vierte Jahrhundert zurück verfolgen. Sie zeigt den Thron Gottes. Der eigentliche Thron steht als Sinnbild für den Vater. Das Kreuz und das Evangelienbuch dienen als Symbol des Sohnes und die Taube meint das Sinnbild des Heiligen Geistes.
Dreieck als Zeichen
Besondere Verbreitung fand in der christlichen Kunst das gleichseitige Dreieck als Zeichen für den dreieinigen Gott. Meistens war es von einem Strahlenkranz umgeben. In der Mitte der geometrischen Form sind meist das Auge Gottes zu sehen oder der Gottesname, der mit seinen vier hebräischen Buchstaben (JHWH) wiedergegeben ist. Das Dreieck zeigt die drei, die doch Eines sind.
Engelgleiche Gestalten
Bekannt wurde auch die Ikone des russischen Malers A.Rubljew (um, 1410), der sich vom Besuch der "drei Männer" bei Abraham inspirieren ließ (nach 1. Mose 18). Die Dreieinigkeit erscheint hier in drei engelgleichen Gestalten, die sich den einzelnen göttlichen Personen zuordnen lassen. Der Künstler will zeigen, dass Gott so zu den Menschen gekommen ist. Unterstrichen wird dies noch dadurch, dass auf dem Tisch mit Kelch und Brot die Gaben des Sakramentes zu sehen sind.
Darstellung vom Gnadenstuhl
In westlichen Ländern wurde Trinität auf andere Art abgebildet: Gott Vater als gekrönter alter Mann, umfängt von oben her das Kreuz, an dem der Sohn hängt. Über beiden schwebt der Geist in der Gestalt der Taube. Diese Darstellung, wie sie zum BeispielAlbrecht Dürer in seinem großen Allerheiligenbild von 1511 zeigt, wird Gnadenstuhl genannt. Er ist der Ort der Anwesenheit Gottes. Der Gnadenstuhl zeigt: Gott ist auf dreifache Weise in der Welt gegenwärtig.
Am häufigsten findet sich in mittelalterlichen Altären und Bildern die Dreieinigkeit als zwei nebeneinander sitzende bärtige Männer. Vom Betrachter her ist der rechte und ältere der Vater. "Zu seiner Rechten" - vom Betrachter links - sitzt der Sohn. Über oder zwischen ihnen schwebt die Taube, die beiden verbindend. Als Sinnbild des Heiligen Geistes, der das Band des Friedens ist.
Heimkehr
Auf der Tafel des Sohnes findet sich ein Schmetterling, der aufsteigt zum Himmel - mit Flügeln, die noch vom Blut der Welt gezeichnet sind, aber befreit von aller Erdenschwere. Die Botschaft der Künstlerin: Der Sohn kehrt in den Himmel heim.
Günter Saalfrank
Epheser 1,3-14
Man gewöhnt sich an die alltäglichen Zeichen von Zuwendung und Liebe. Dass sie sich aneinander freuen, sagen Menschen einander nicht jeden Tag. Manchmal im Leben aber muss man es neu gesagt bekommen: "Du bist gewollt, geliebt, sehnsüchtig erwartet." Und es ist ein Lebensmittel in Zeiten, in denen es einem schlecht geht.
Solche Vergewisserung hat unser Text im Sinn: Er erzählt von einem aufgeregten, atemlos handelnden Gott: was hat er nicht alles in Bewegung gesetzt für uns, lange schon, ehe es uns gegeben hat - wie Eltern vor der Geburt des ersten Kindes! Schon vor unserer Taufe ("Versiegelung") hat er an uns gedacht, für uns alles vorbereitet. Gott hat alles auf uns eingestellt. "So wichtig bin ich ihm?"
Ja, er will, dass wir seine Kinder sind. Unser Leben ist gewollt: von langer Hand vorbereitet soll es auf ihn zu gehen, dieses Leben. Für Irrwege und Umwege schenkt er Vergebung.
"So wichtig bin ich Gott?" Es klingt unglaublich. Man muss sich daran erinnern lassen, vor allem, wenn es einem nicht gut geht. Das Leben bekommt Glanz, der Alltag einen neuen Schein. Mit neuem Mut, vielleicht gar Begeisterung geht man wieder an sein Lebenswerk.
Wir sind geliebte Menschen, gewollt - nicht verurteilt, zu leben. Wer das weiß, kann es auch mit anderen Menschen aushalten - ohne Neid, ohne Angst, zu kurz zu kommen. "Ich bin jemand" - unabhängig von allen Urteilen von Menschen, das gibt Sicherheit fürs Zusammenleben.
Dekan Martin Ost,
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