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Gott erhört Gebet
Ihre Erfahrungen nach vielen Gebeten, in denen sie Jesus um Beistand gebeten und die bösen Mächte in ihre Schranken gewiesen hat: "Gott erhört wunderbar unsere Gebete. Nicht immer sofort. Nicht immer so, wie wir es uns wünschen. Aber immer so, wie es für uns am besten ist."
In ihren beiden Büchern "Beten wirkt Wunder" (Brunnen Verlag Basel und Gießen, 1999) und "Unter Gottes Augen leben" (Brunnen Verlag Basel und Gießen, 2000) hat sie ihre Erfahrungen als hauptberufliche Beterin zusammengefasst. Sie berichtet von Menschen, die zu Gott gefunden und seine heilende Kraft erfahren haben. Zum Beispiel die krebskranke Frau H., bei der die Zahl der Leukozythen nach je-
der Chemotherapie rapide zunahm. Helga Anton: "Da half nur Gebet. Dankbar erlebten wir, wie schnell sich danach die Blutwerte wieder stabilisierten. So etwas hatten die Ärzte vorher für unmöglich gehalten." Sie berichtet in ihren Büchern aber auch von Schicksalen, in denen Gottes Wege ganz anders waren, als Menschen es sich vorgestellt haben.
Überraschendes Ergebnis
Wie hilfreich, stärkend und mutmachend Gebete allerdings sein können, haben jetzt amerikanische Wissenschaftler in mehreren Testreihen nachgewiesen: Die heilende Kraft des Glaubens lässt sich medizinisch ganz eindeutig feststellen. Professor Randolf C. Byrd zum Beispiel hat 393 Herzpatienten des
Allgemeinen Krankenhauses San Francisco in zwei Gruppen eingeteilt. Für die eine Hälfte sprachen fremde Menschen regelmäßige Gebete, für die anderen nicht. Weder Ärzte noch Kranke wussten davon. Das für die Mediziner überraschende Ergebnis: Bei den Patienten, für die gebetet wurde, kamen Herzanfälle, Herzstillstände und Lungenentzündungen wesentlich weniger vor als bei den anderen.
Mehr noch: Ärzte der Duke-Universität im US-Staat North Carolina fanden bei einer Untersuchung von 4.000 Menschen im Alter von über 65 Jahren heraus: Wer re
gelmäßig betet, senkt das Risiko hohen Blutdrucks um 40 Prozent. Und der renommierte Harvard-Mediziner Dr. Herbert Benson entdeckte: Beten ist eine gute Therapie bei Depressionen. Wiederholtes Gebet weist störende Gedanken ab. David Larson, Klinischer Psychologe vom National Institute for Healthcare Resarch Rockville, Mary-land, USA, sagt: "Religiosität wirkt sich in
84 Prozent der Fälle positiv auf die psychische Gesundheit aus, nur bei drei Prozent negativ." Nach einer Studie des Duke University Medical Centers (North Carolina) helfen Gebete, besser mit dem Alltag fertigzuwerden. "Gebete bauen Stress ab. Sie machen innerlich stark, bringen neue Kraft."
Starke Ausstrahlung
Unlängst berichtete die evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) von dem amerikanischen Naturforscher Dr. N. J. Stowell: Er hat bei einer sterbenden, an Gehirnkrebs erkrankten Christin die Stärke der Hirnstrahlung gemessen - im Moment ihres Todes. Ein Mikrofon zeichnete ihre letzten Worte auf. Während sie betete, schlug der Zeiger auf der Skala von -500 bis plus 500 bis ans Ende des Positivbereichs aus. Zuvor war die Stärke einer Rundfunksendung gemessen worden, die mit 50 Kilowatt ausgestrahlt worden war. Der Zeiger gelangt nur auf die Ziffer 9 im positiven Bereich. Das Gehirn einer sterbenden Frau, die mit Gott in Verbindung stand, entwickelte also eine Kraft, die 55 mal stärker war als jene Ausstrahlung der Radio-Sendung.
Grundlegende Bedeutung
Ob im Moment des Todes oder mitten im Leben - welche grundlegende Bedeutung das Gebet für Menschen der Moderne hat, beschrieb der deutsche Schriftsteller Reinhold Schneider (1903-1958) kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: "Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten und diese Welt den richtenden Gewalten durch ein geheiligt Leben abzuringen. Jetzt ist die Zeit, dass sich das Heil verbirgt, und Menschenhochmut auf dem Markte feiert, indes im Dom die Beter sich verhüllen, bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt. Und in den Tiefen, die kein Aug entschleiert', die trocknen Brunnen sich mit Leben füllen."
Aufregendster Beruf
Für die Itzehoer Beterin Helga Anton sind solche Gebete und die tägliche Bitte um Heil und Heilung eine Selbstverständlichkeit. Die blinde Seniorin lebt in der täglichen Zwiesprache mit Gott. "Beterin", so das Resümee ihres Lebens, "ist der interessanteste, aufregendste Beruf, den ich mir vorstellen kann. Ich bin Gott unendlich dankbar, dass Er mich in diesen Dienst gerufen hat."
Edgar S. Hasse
Kolosser 4, 2-4
Haltet an am Gebet - in einer Situation, in der man nur noch beten kann, klingt das für manchen vielleicht etwas zynisch. Doch so mancher erlebt gerade in schweren Zeiten das Gebet als den rettenden Strohhalm, an den man sich klammern kann. Wenn wir selbst in aussichtslosen Situationen noch unsere Hände falten und beten können, spüren wir, welche heilsame Bedeutung das Gebet besitzt. Das Gebet ist wie eine Tür und wer betet öffnet diese Tür. Und wer eine Tür öffnet, der lässt automatisch Licht und frische Luft in den Raum. Licht und frische Luft sind wichtig zum Leben. Frische Luft brauchen wir zum Atmen und zum Nachdenken. Und Licht ist für uns wichtig zum Wachsen und zum Erkennen. Wer betet, der lässt frische Luft und Licht in sein Leben. Wer betet, der kann an seinen Sorgen wachsen, weil er seine Sorgen und Nöte in einem anderen Licht sehen kann. Wer betet, der dreht sich nicht mehr im Kreis, der ist nicht mehr durch sich selbst gefangen, weil er für seine Sorgen, Nöte und Ängste einen Ansprechpartner hat. Deshalb: Haltet an am Gebet!
Theologin Steffi Beck-Seiferlein
Wir beten:
Lied 615: Ich lobe meinen Gott.
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