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Immer mehr Gemeinden bieten Alphakurse an
Einfach vom Glauben reden - wenn das so einfach wäre. So stöhnen nicht nur Pfarrer und Pfarrerinnen, sondern auch Gemeindemitglieder, die schon einmal vor der Aufgabe standen, einen Bibel- oder Gesprächskreis zu leiten. Der Glaube ist vielen Menschen fremd geworden. Und nicht nur in Großstädten erleben christlich engagierte Bürger, dass ein Grundwissen hinsichtlich der Bibel und Theologie nicht mehr vorausgesetzt werden kann.
Kirche muss kreativ sein
Die vierte EKD-Studie "Kirche - Horizont und Lebensrahmen" kommt deshalb zu dem Ergebnis, dass Kirche auf allen Ebenen kreativ und engagiert zur Sache gehen muss, wenn sie Menschen (neu) für den Glauben und das aktive Mit-Leben erreichen will. Die in den letzten Jahren entstandenen Glaubenskurse unterschiedlichster Art reihen sich in dieses Anliegen ein - und erfreuen sich immer größerer Nachfrage. Eine Tagung zum Thema "Alphakurs", die vom Amt für Gemeindedienst in Nürnberg kürzlich angeboten wurde, war zum Beispiel bis zum letzten Platz ausgebucht.
Auf dem Weg nach Emmaus
Kleingruppe mit zwölf Leuten
Nach einer kurzen Pause geht es dann in Kleingruppen weiter. Die Anzahl von zwölf Leuten habe sich dabei sehr bewährt, erklärt der Geistliche: "Das war bei Jesus nicht anders!" Der Gruppenleiter versucht mit Impuls-Fragen zum Vortrag das Gespräch in Gang zu bringen. Anstatt der Diskussion kann aber auch eine Bibelarbeit das Gehörte noch einmal vertiefen. Wichtig ist der Bezug zum Heute und das Anknüpfen an die Situation der Teilnehmer. Ebenso von Bedeutung: "Der Alpha-Abend muss pünktlich enden", betont Martin Rauh. Spätestens um 21.50 Uhr sei Schluss!
Günter Kusch
Ihr seid geliebte Kinder GottesSo werdet nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Wohlgeruch. Von Unzucht aber und Schamlosigkeit aller Art oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es Heiligen geziemt, auch Unanständigkeit, dummes Geschwätz oder zweideutige Scherze schicken sich nicht, sondern vielmehr Danksagung. Niemand betöre euch mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes auf die Söhne des Ungehorsams. Macht euch mit ihnen also nicht gemein! Denn Ihr wart früher Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn.
Man kann seine Herkunft nicht verleugnen. Mit den Jahren merke ich mehr und mehr, wie sehr mich mein Elternhaus geprägt hat: die Mutter, der Vater, die Schwester, die Oma; unsere Rituale beim Essen und Feiern; die Art und Weise, wie über Dinge geredet wurde, oder auch nicht; die Einstellung zu Geld und Besitz; hautnah vermittelte Werte wie Fleiß, Gewissenhaftigkeit und Anstand; der Umgang mit Krankheit und Leiden. All das hat Spuren in mir hinterlassen, und ist - bewusst oder unbewusst - zu einem Grundton meines Lebens geworden.
Auch im Glauben gibt es so eine prägende Zugehörigkeit. Ihr seid geliebte Kinder Gottes, erinnert der Schreiber des Epheserbriefes. Mit eurer Taufe seid ihr in das Kraftfeld der Liebe Gottes geraten. Sie hat euer Leben erreicht wie ein Licht: Hat dunkle Stellen aufgedeckt, gereinigt, berührt und geheilt, befreit und verwandelt. Und sie bleibt in eurem Leben. Wirkt stilbildend. Eine Achtsamkeit entsteht da für sich und andere. Eine Eindeutigkeit in Worten und Taten. Und die Bereitschaft zu geben: Zeit, Zuwendung und konkrete Hilfe. So hinterlässt die Liebe Gottes Spuren im Leben von Christen, wird zum Grundton ihres Lebens. Motiviert sie, zu "Nachahmern Gottes" zu werden. In der Orientierung an Jesus selbst, dessen Liebe und Sorge für die Menschen in der Hingabe seines Lebens zum Ziel kommt. Solche Nachfolge ist anfänglich. Immer wieder. Geschieht Schritt für Schritt. Auf einem lebenslangen Lernweg der Liebe.
Diese Liebe ringt um uns, muss sich immer wieder durchsetzen gegen Angst und mangelndes Zutrauen, gegen inneres Hartwerden und verletztes Sich-Zurückziehen. Und es gibt auch Einstellungen und Verhaltensweisen, die die Liebe ausschließen, mahnt unser Text. Wer sich sexuell und materiell holen und raffen will, was und von wem man nur immer bekommen kann, der missachtet die guten Gaben Gottes. Sie werden ihm zum Gottersatz, nehmen Herz und Sinne in Beschlag und wirken zerstörerisch auf das eigene Leben und das anderer Menschen. Solche destruktive Eigensucht provoziert den Zorn Gottes. Ein Zorn, der aus der Liebe zum Leben kommt. Aus einem leidenschaftlichen Ringen um den Menschen, der durch solches Verhalten die liebende Antwort versagt.
Das soll bei Christen nicht geschehen. Denn sie können nicht verleugnen, woher sie kommen und wohin sie gehören. Der Theologe Andreas Henschel beschreibt einen Christen als jemanden, "der nicht weiß, wie es möglich sein kann, nicht zu lieben, nicht mitzuleiden und mitzuhelfen, kein Gefühl zu haben, für die Freuden und Ängste anderer ein Weg, der Quelle des Seins treu zu sein." Das ist Auftrag und Erfüllung unseres Lebens: Wir sind zur Liebe bestimmt. Diese Berufung ist unüberbietbar. Gottes Liebe setzt Leben frei, trägt und prägt auf einem Weg vom Dunkel ins Licht.
Pfarrer Martin Strauß, Wir beten: Lebendiger Gott, in deinem Sohn Jesus Christus hast du uns dein Wesen gezeigt, das Liebe ist. Wir bitten dich: Lass deine Liebe in unserem Leben zum Ziel kommen. Lass sie Raum gewinnen in uns, damit wir dir nachfolgen und zu Menschen werden, die lieben können. Lied 401: Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht. |
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