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Hier lesen Sie das Thema der Woche, das sich auf der Seite 3 der aktuellen Sonntagsblatt-Ausgabe befindet, und die wöchentliche Andacht. (Heft 31 )

Gottes erwähltes Volk oder ein ganz normaler Staat?

Sonntagsblatt-Gespräch über Israel, die Landverheißung und die Situation im Nahen Osten

Das Herz der zwei Theologen schlägt für die Menschen im Nahen Osten, nur jeweils unterschiedlich: Während Pfarrer Franz Soellner aus Feucht die Bewohner Israels besonders nahe stehen, unterhält Pfarrer Karl-Heinz Fuchs aus Markt Schwaben intensive Kontakte zu Männern und Frauen in Palästina. Aus Anlass des Israel-Sonntags am 4. August kamen beide Theologen zusammen, um über Gottes erwähltes Volk, das Verhältnis zu den Palästinensern und die Situation im Nahen Osten zu sprechen. Sonntagsblatt-Chefredakteur Günter Saalfrank moderierte das Gespräch.

Diskutierten über Israel und Palästina: Pfarrer Karl-Heinz Fuchs (links) und Pfarrer Franz Soellner (rechts). Sonntagsblatt-Chefredakteur Günter Saalfrank moderierte das Gespräch.
Foto: M.S.
     

Sonntagsblatt: Der Israel-Sonntag erinnert an die gemeinsamen Wurzeln von Christen und Juden und daran, dass Gott Israel als sein Volk ausgewählt hat. Was bedeutet heute diese bleibende Erwählung Israels?

Soellner: Israel ist der rote Faden durch die Geschichte Gottes mit den Menschen und dieser Welt. Gott ist der Gott Israels, aber kein Stammesgott. Vielmehr sollen durch Israel gesegnet werden alle Völker auf Erden. Ich glaube, dass es noch ein messianisches Friedensreich auf Erden geben wird, in dessen Mittelpunkt Jerusalem und das Volk Israel stehen, das sich zu seinem Erlöser bekehrt hat.

Fuchs: Erwählung heißt, dass sich Gott die Menschen erwählt, die schutzlos, schwach und im Exil waren. Diese Erwählung ist ein Zuspruch an das jüdische Volk. Dieser ist immer dann in Gefahr geraten, wenn er zum Anspruch und zum Freibrief für Unrecht wurde. Erwählung bedeutet für das jüdische Volk, das Gesetz und die Gebote einzuhalten. Wenn sie übertreten werden, hat dies auch schlimme Folgen. Ich kann deshalb von der Erwählung heute nur so reden, dass Israel im Heiligen Land Verantwortung trägt für das, was es tut.

Soellner: Sicher hat Erwählung auch mit Gehorsam zu tun. Wenn Israel Gottes Gebote hält, wird es auch Gottes gesegnetes Volk sein. Wenn nicht, wird es zeitweilig Fluch erfahren und aus dem Land, das Gott für alle Zeiten Israel gegeben hat, wieder vertrieben werden. Eines Tages aber werden die Verstreuten aus allen Völkern zurückkehren in ihr Land. Die letzten Jahrzehnte zeigen, dass Gott seine Zusagen wahr macht: Das geschundene Volk kommt nach dem millionenfachen Mord an den Juden im Nahen Osten wieder zusammen. Gott hat dieses Land diesem Volk gegeben und es nun wieder dorthin zurückgeführt.

Fuchs: Für mich ist der Staat Israel schon eine wunderbare Erscheinung. Aber es ist von israelischer Seite von Anfang an auch zu Vertreibungen gekommen. Ich kann nicht an einen Gott glauben, der Vertreibung gut heißt, der den einen das Land gibt und es den anderen wegnimmt, die seit Jahrhunderten dort leben. Die Erwählung darf nicht als Begründung dafür genommen werden, Palästinenser zu diskriminieren und zu demütigen, das knappe Wasser ungerecht zu verteilen, jahrhundertealte Ölbäume auszureißen und dort lebende Menschen zu vertreiben. Es ist ein Missbrauch des Wortes Gottes, wenn ein amerikanischer Jude mit der Bibel in der Hand ins Westjordanland geht und sagt: Dieses Land gehört uns. Anspruch auf Land

Sonntagsblatt: Stichwort Land: Israelis und Palästinenser erheben Anspruch auf das gleiche Land. Die Israelis berufen sich darauf, dass Gott ihnen dieses Land im Alten Testament verheißen hat. Was sagen Sie dazu?

Fuchs: Die Bibel ist ein Glaubensbuch und kein Grundbuch. Darum ist es kein rechter Gebrauch der Bibel, sie als Grundlage für Grenzziehungen in Israel/Palästina herzunehmen. Die Bibel gibt verschiedene Grenzen für die einzelnen Staaten in den unterschiedlichen Zeiten. Die Staaten waren nie rein jüdische Staaten. Es widerspricht den Menschenrechten und der Bibel, wenn heute ein Jude, der den Fuß auf den Boden Palästinas setzt, mehr Rechte hat als ein Palästinenser, dessen Vorfahren seit Jahrhunderten dort leben. Landverheißung heißt nicht, die Bevölkerung dort vertreiben zu können.

Soellner: Das Gros der Palästinenser ist meines Wissens nach der Gründung des Staates Israel im Mai 1948 nicht vertrieben worden, sondern geflohen - auf Anweisung arabischer Völker. Die Menschen sollten sich zurückziehen und wieder kommen, wenn Israel ins Meer geworfen ist. Übrigens: Diejenigen, die geblieben sind, wurden in keiner Weise vertrieben. Vielmehr haben sie - wie in Nazareth - sogar die israelische Staatsangehörigkeit erlangt.

Fuchs: Sie irren. Die Quellen, die jetzt nach 50 Jahren untersucht werden können, bestätigen: Die Palästinenser wurden tatsächlich vertrieben oder sind aufgrund von Nachrichten über Massaker vor dem israelischen Militär geflohen. Nach dem Krieg 1948 wurden sie daran gehindert, in ihre Orte zurückzukehren. Das geben auch ernsthafte israelische Forscher zu.

Soellner: Es gibt auch andere Informationen und Quellen. Seriöse Historiker sprechen davon, dass sich viele Araber zurückgezogen haben. Dieses zu verleugnen, wäre eine Geschichtsfälschung.

Sonntagsblatt: Christen treten für die gesicherte Existenz des Staates Israel ein, heißt es in einer 1999 verabschiedeten Resolution der Landessynode zum Thema "Juden und Christen". Was bedeutet das für Sie?

Fuchs: Es bedeutet, dass der Staat Israel in gesicherten Grenzen leben soll und darf. Es meint aber auch, dass es den Palästinensern möglich sein muss, einen eigenen Staat aufzubauen und nicht einen Fleckerlteppich. Es meint zudem, dass die Enteignung von Palästinensern für Besiedlung und die damit verbundene Vertreibung aufhören muss. Also: Israel ja, aber Israel muss sich an die Menschenrechte und die Weisungen Gottes halten. Und ich fordere auch Gerechtigkeit gegenüber Palästinensern - was mehr heißt als Frieden und Land von Israels Gnaden. Land als Geschenk Gottes?

Soellner: Ich habe Verständnis für die Juden, die demütig sagen: Gott hat uns dieses Land aufs Neue gegeben. Das Land ein Geschenk Gottes an das Volk, das so lange geschunden und ohne Heimat war. Für einen Staat Palästina gibt es keine Verheißung in der Bibel. Übrigens sind die Länder der Araber rund 600 Mal so groß wie das Land Kanaan, das Gott Israel zusagte. Im Blick auf die israelische Politik geht es mir vor allem um Fairness. Israelische Taten werden oft als besonders böse gewertet. Beispiel Bethlehem: Den Israelis wird vorgeworfen, dass sie in christliche Stätten und Schulen eingedrungen sind. In Wirklichkeit hat sich herausgestellt, dass sich dort militante Palästinenser und Terroristen einschlichen und diese Stätten als Schutzschilder missbrauchten. Von Bethlehem und Beit Jala aus wurden jüdische Siedlungen beschossen. Deshalb sind die Israelis in diese Orte eingedrungen. Ihnen Vandalismus vorzuwerfen, verschleiert auch die Tatsachen, die dahinter stehen.

Fuchs: Wenn es in der Bibel für den Staat Palästina keine Verheißung gibt, hat das nichts zu sagen. Auch für den Staat Deutschland gibt es in diesem Sinne keine Verheißung. Dass Schulen in Bethlehem so missbraucht wurden, ist eine üble Unterstellung. Es gibt dafür keinerlei Belege. Auch die israelische Botschaft in Deutschland konnte das nicht bestätigen. Von Pfarrer Midri Raheb aus Bethlehem weiß ich, dass aus seiner Schule und aus seinem Gelände keine Gewalt ausgegangen ist. Im Gegenteil: Raheb hat in Interviews mehrmals betont, dass kirchliches Gelände kein Ort der Gewalt ist. Als jedoch israelische Soldaten im April auf das Gelände der lutherischen Gemeinde eindrangen, zerstörten sie Türen und Fenster, demolierten Computer. Das ist nichts anderes als Vandalismus. Außerdem schossen die Soldaten vom Gelände der Kirche aus.

Soellner: Bei der Geburtskirche in Bethlehem ist die Sache doch ganz klar: In dem Gotteshaus waren viele bewaffnete Palästinenser.

Fuchs: Nicht aber in den christlichen Schulen in Bethlehem. Ich habe mich erkundigt: Es handelt sich hier um eine Unterstellung, die nach Protesten von Israel wieder zurückgenommen werden musste. Einseitige Sicht?

Sonntagsblatt: Es gibt Stimmen, die kritisieren, dass in der Öffentlichkeit zu sehr von den Opfern auf palästinensischer Seite und zu wenig von den über 560 Menschen, die seit September 2000 durch Selbstmordattentate ums Leben gekommen sind. Was sagen Sie zu diesen Stimmen?

Soellner: Die Gewalt, die von den Selbstmordattentaten ausgeht, ist völlig unberechenbar. Dagegen sind die Maßnahmen der israelischen Regierung relativ berechenbar. Scharon reagiert nur auf die Attentate, indem er das Militär dorthin schickt, wo vermutlich die Keimzelle der Attentate sitzt. Arafat unterstützt heimlich den Terrorismus und unterstützt finanziell die Angehörigen von Selbstmordattentätern. Ich halte es deshalb für einen Skandal, wenn sich im Juni eine Delegation des Lutherischen Weltbundes einseitig auf die Seite Arafats stellt und nichts über die Selbstmordattentate sagt.

Fuchs: Dass zu wenig von den israelischen Opfer gesprochen wird, sehe ich nicht. Keine Frage: Anschläge sind schrecklich und nicht zu rechtfertigen. Bedenklich ist auch, dass in der deutschen Öffentlichkeit Palästinenser immer dann wahrgenommen werden, wenn sie mit Terror und Selbstmordattentaten agieren. Es sollte auch davon die Rede sein, dass die israelische Siedlungs- und Vertreibungspolitik und die damit verbundene Hoffnungslosigkeit ein wesentlicher Nährboden für den Terrorismus sind. Ich verurteile, dass Menschen aufgehetzt und zu Selbstmordattentätern gemacht werden. Aber ich glaube, dass sich Menschen wegen der Hoffnungslosigkeit auch zu Verzweiflungsakten hinreißen lassen. Ich bewundere die vielen Palästinenser, die trotz unendlicher Schikanen und Demütigungen gewaltlos bleiben.

Soellner: Die Selbstmordattentate kommen von terroristischen Organisationen wie Hamas. Diesen ist die Existenz Israels ein Dorn im Auge. Sie wollen überhaupt nicht, dass Israel existiert. Gerade bei Friedensverhandlungen im Nahen Osten haben sich die Attentate gehäuft. Mit den Anschlägen wollen die Terrororganisation Israel aus dem Land verjagen. Diese Gruppen sind nicht mit einem Waffenstillstand zufrieden. Sie wollen, dass Israel liquidiert wird.

Fuchs: Auf israelischer Seite gibt es eine Bewegung, deren Ziel es ist, die Palästinenser über den Jordan zu transportieren und dort anzusiedeln. Diese Bewegung hat auch Anhänger im israelischen Kabinett. Ich frage mich sowohl bei Scharon als auch bei Arafat, wieweit sie die fundamentalistischen Kräfte in ihrem Land im Griff haben, wieweit sie diese bremsen oder ob sie selbst sogar dahinter stehen. Fundamentalismus ist für alle Seiten keine Lösung. Die Folge ist, dass die liberalen Kräfte der Juden und Palästinenser das Land verlassen. Existentielle Ängste

Sonntagsblatt: Kenner der Situation im Nahen Osten mahnen an, die existentiellen Ängste auf beiden Seiten zu sehen: die Gefahr vor Attentaten und die Militäreinsätze. Wie stehen Sie zu solch mahnenden Worten?

Fuchs: Ich verstehe den Israeli, der sich ohne Sicherheitskräfte nicht mehr außer Haus traut. Und ich verstehe die Palästinenser, die wegen der Ausgangssperre nicht auf die Straße können. Sie können nicht ihre Toten beerdigen noch Hochzeiten feiern. Sie haben keine Möglichkeit, einen Lebensunterhalt zu verdienen.

Soellner: Ich bejahe die mahnenden Stimmen. Wenn von beide Seiten her nicht mehr auf Gewalt gesetzt würde, könnte es zu einem Waffenstillstand kommen. Diesen einzuhalten traue ich den Israeli noch eher zu als den Organisationen, die Selbstmordattentate schüren oder dulden.

Sonntagsblatt: Was können denn Christen in Deutschland dazu beitragen, dass es zu einem Frieden im Nahen Osten kommt?

Soellner: Ich halte Reisen in den Nahen Osten für wichtig - auch jetzt, wo es gefährlicher ist. Nicht, um nur eine Seite zu hören, sondern beide und auf diese Weise mitzuhelfen, Frieden zu stiften. Zudem ist praktische Unterstützung auf beiden Seiten gefragt, wo Not ist. Das Gebet ist außerdem eine wichtige Kraft, um in der Fürbitte an sie zu denken.

Fuchs: Dem kann ich nur zustimmen. Wichtig ist, die Situation der palästinensischen Christen nicht zu vergessen. Als Christen sollen wir Solidarität mit den Glaubensgeschwistern in Nahost zeigen und deren Engagement für die Feindesliebe und gewaltlosen Widerstand nicht aus dem Blick verlieren. Wir sollten ihre Botschafter sein.

 


Das ganze Volk Israel wird gerettet werden

"Meine Brüder und Schwestern, ich muss Euch jetzt mit Gottes geheimnisvollem Plan bekannt machen. Wenn ihr euch auf euere eigene Klugheit verlasst, könnt ihr leicht zu falschen Schlüssen kommen. Gott hat verfügt, dass ein Großteil des jüdischen Volkes sich gegen die Einladung zum Glauben verhärtet. Aber das gilt nur solange, bis alle, die er aus den anderen Völkern erwählt hat, den Weg zum Heil gefunden haben. Wenn das geschehen ist, wird das ganze Volk Israel gerettet werden, wie es in den Heiligen Schriften vorhergesagt ist: Vom Zionsberg wird der Retter kommen und alle Auflehnung gegen Gott von den Nachkommen Jakobs nehmen. Dann werde ich ihnen ihre Verfehlungen vergeben, sagt Gott; und so erfüllt sich der Bund, den ich mit ihnen geschlossen habe." (Römer 11, 25-27)



Ökumene
 
Bei ökumenischen Veranstaltungen wie der Woche für das Leben ist etwas von der Einheit der Christen zu spüren. Unser Bild zeigt den EKD-Ratsvorsitzenden Manfred Kock (rechts) und Kardinal Karl Lehmann (zweiter von rechts). epd-bild / Sommariva
 

Ist uns dieser Zusammenhang bewusst? Wenn wir Christen den Weg zum Heil gefunden haben, dann - erst dann - wird das von Gott erwählte Volk auch zum Glauben finden. Wenn wir das bedenken, wird deutlich, dass es nicht nur um das Seelenheil der Christenheit, sondern eben auch um das ewige Heil der Juden geht. Damit sind wir gemeint, das ist uns gesagt.

Haben wir darauf eine Antwort? Was bewegt sich in uns, wenn wir das hören? Es ist heute sicher nicht schwer, den Zustand der Christenheit zu erkennen. Unsere Volkskirchen leben noch in Strukturen und Formen, in denen flächendeckend das Evangelium gepredigt, also die Heilsbotschaft verkündet wird. Hören die Menschen zu? Und leben wir noch nach den Geboten und aus der Vergebung? Ich denke es ist gut, wenn ich mir diese Frage immer wieder selber stelle.

Mich bedrückt die Zerrissenheit der Christenheit. Der Leib, an dem Jesus das Haupt ist, ist gespalten - vielfältig und tief ist die Trennung und Abgrenzung unserer Konfessionen verfestigt. Wir sind keine Einheit, obwohl wir einen Herrn haben und einen Glauben bekennen.

Besonders ist das in der heiligen Stadt Jerusalem zu spüren. Da leben über 50 verschiedene Konfessionen und kirchliche Gemeinschaften und pflegen ihre Tradition und Eigenart, aber sie haben kaum Verbindung untereinander. Es gibt wohl Begegnungen und theologische Lehrgespräche, aber es wird selten miteinander Gottesdienst gefeiert und kaum zusammen gebetet. Aber gerade dies wäre in der notvollen Situation im Heiligen Land so nötig.

Anfang Juni war ich mit vier Freunden für einige Tage in Jerusalem. Wir haben in der Benediktinerabtei auf dem Zionsberg Vertreter aller uns bekannt gewordenen Kirchengemeinschaften eingeladen, um miteinander um die Gnade der Buße zu beten: "Herr vergib uns, dass wir nicht in Einheit und Liebe zueinander leben." Nur wenige sind gekommen. Das hat uns bestätigt, wie nötig die Aufforderung und Einladung zum gemeinsamen Gebet sind. Wir müssen lernen, einander um Vergebung zu bitten, weil wir nicht im Gehorsam und im Befolgen des Auftrags zur Einheit leben.

Soll das denn so bleiben? Diese Last aus unserer Geschichte ist Sünde, die wir bekennen dürfen. Jesus vergibt uns unsere Überheblichkeit, unseren Konfessionsdünkel, unsere Lieblosigkeit und unseren Ungehorsam. Der Weg zur Einheit besteht aus kleinen, persönlichen Schritten. Ich erlebe, wie durch Vergebung meine Beziehung zu ganz anders geprägten Christen und zum jüdischen Volk verändert wird. Wir gehören zusammen: denn wir haben einen gemeinsamen Vater im Himmel und die Zusage, dass wir zum Heil finden, wenn wir in der Liebe leben.

Fällt mir jemand ein über den ich mich ärgere, mit dem ich nichts zu tun haben möchte, weil er anders ist als ich? Vergebung befähigt mich, den anderen anzunehmen und zu achten, wie mich selbst. Durch Jesus sind wir ein Leib - trotz aller Verschiedenheit konfessioneller Prägung. Christen und Juden haben einen gemeinsamen Gott und Vater im Himmel, zu dem wir beten dürfen, wie es auch Abraham, Jakob und Jesus getan haben. Dadurch sind wir miteinander verbunden - im alten und im neuen Bund, den der Herr mit uns geschlossen hat. Jesus - unser Herr - ist auch der Messias der Juden, den sie erkennen werden, wenn wir Christen im gegenseitigen Respekt in Einheit und in Liebe leben.

Fürst zu Castell-Castell, Castell

Wir beten: Herr Jesus, immer wieder schaffe ich es nicht, den anderen so zu lieben, wie ich mich liebe. Bitte vergib mir, dass ich andere nicht höher achte als mich selber. Schenke mir Herr deine Liebe und zeige mir, wie ich einen Schritt zum Einswerden deines Leibes tun kann. Amen.

Lied 145: Wach auf, wach auf du deutsches Land.

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