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Lange Zeit war das Thema "Papst" tabu in evangelischen Kirchen. Inzwischen sorgt es jedoch für Schlagzeilen. Mit seinem Vorstoß, der Papst könnte ökumenischer Sprecher der Christenheit werden, hat der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich eine lebhafte Diskussion entfacht. "Ich wollte deutlich machen, dass es hier auf protestantischer Seite kein Denkverbot gibt", erklärte Friedrich, der auch "Catholica-Beauftragter" der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) ist. Friedrich zufolge "müsste sich auf katholischer Seite noch einiges ändern" bis der Papst Sprecher der gesamten Christenheit werden könnte. Denn zum Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes und auch zu anderen Punkten sei aus evangelischer Sicht keine Zustimmung möglich.
Am Rande der VELKD-Bischofskonferenz in Rothenburg ob der Tauber befragte Sonntagsblatt-Chefredakteur Günter Saalfrank Bischöfe anderer Landeskirchen zum Vorstoß ihres bayerischen Kollegen.
Papsttum muss sich wandeln
Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass der Papst für alle Kirchen sprechen könnte. Der Vorschlag von Bischof Friedrich setzt voraus, dass sich auch das Papsttum wandelt und dass es zu einer Anerkennung der evangelischen Kirchen als Kirchen Jesu Christi kommt. Im Augenblick jedoch sind sich die lutherischen Bischöfe Deutschlands einig, dass der derzeitige Papst unsere Kirchen nicht nach außen vertreten kann.
Keine drängende Frage
Für mich ist die Frage des Papstamtes gegenwärtig kein Thema
im Dialog von evangelisch-lutherischen Kirchen und römisch-katholischer Kirche. Ich kann nicht erkennen, dass wir Lutheraner im Augenblick im ökumenischen Gespräch diese Frage besonders behandeln sollten. Da stehen für mich andere Fragen an, zunächst das Kirchenverständnis. Die Frage des Papstamtes ist dann eine Folge davon.
Irreführender Vorschlag
Es gibt offenbar eine große und verständliche Sehnsucht nach mehr Gemeinsamkeit unterden christlichen Kirchen. In Deutschland als einzigem Land der Welt, wo die Hälfte der Kirchenmitglieder evangelisch und die andere katholisch ist, ist das eine ganz existentielle Frage. Gerade deshalb aber muss man sehr sorgfältig damit umgehen und darf keine ungedeckten Schecks in die Welt setzen. Der Papst ist nicht mehr der Papst, wenn er auf seine zentrale Stellung und Unfehlbarkeit verzichten soll. Insofern halte ich den Vorschlag auch für irreführend, wenn man sagt, der Papst könne auch der Sprecher der Lutheraner sein - unter der Voraussetzung, dass er dann nicht mehr der Papst sei. Dann soll man eher schauen, ob sich eine gemeinsame Ebene finden lässt, auf der tatsächlich die Kirchen gleichberechtigt sind und es dann nicht nur einen festgeschriebenen Sprecher, sondern vielleicht auch einmal eine Sprecherin gibt. Es ist wichtig, darüber nachzudenken, wie die christlichen Kirchen gemeinsam vertreten werden und nach außen sprechen könnten. Aber schlicht zu sagen, das sei der Papst, finde ich problematisch.
Sprecheramt sollte rotieren
So wie es einen Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen und einen Präsidenten des Lutherischen Weltbundes gibt, so könnte ich mir unter bestimmten Voraussetzungen den Papst als Sprecher der weltweiten Christenheit vorstellen. Bedingung wäre, dass damit keine Stellvertretung Christi, kein unfehlbares Lehramt und keine absolute und höchste Rechtsgewalt verbunden würde. Die Funktion eines Sprechers sollte rotieren: Denkbar sind neben dem Bischof von Rom auch andere wie der Patriarch von Konstantinopel oder der Erzbischof von Canterbury. Für die Katholiken bliebe er der Papst mit seinen religiösen Funktionen, für uns Lutheraner hätte er als Sprecher der Christenheit eine andere Funktion. Das Papstamt im katholischen Sinne würden lutherische Kirchen dadurch nicht übernehmen.
Kein Anlass zum Nachdenken
Es gibt überhaupt keinen Anlass für Evangelische, über das Papstamt nachzudenken. Wir haben ein anderes Amtsverständnis und das ist mit dem Papstamt überhaupt nicht vereinbar. Die protestantischen Bischöfe und Bischöfinnen stellen keine Lehrautorität dar. Es gibt vielmehr in der evangelischen Kirche synodale Prinzipien (Synoden entscheiden über zentrale Fragen, die Redaktion). Das
alles ist mit dem Papstamt, wie es römisch-katholisch konstruiert ist, nicht in Einklang zu bringen. Ich halte außerdem den Zeitpunkt des Vorstoßes für unglücklich. Nach der Veröffentlichung des vatikanischen Dokumentes "Dominus Iesus" (in ihm wird der evangelischen Kirche das Kirche-Sein abgesprochen, die Redaktion) ist einiges mit den römischen Katholiken zu klären. Solange wir nicht miteinander Abendmahl feiern können, sehe ich überhaupt keinen Weg, das Papstamt in irgendeiner Form als Einheitsamt anzuerkennen. Wir haben keine Einheit der Kirchen. Das ist de facto so.
Unterschiedliches Echo auf Vorschlag
Der Vatikan wertete den Vorschlag, der Papst sei als Sprecher der ganzen Christenheit denkbar, "grundsätzlich positiv", berichtete das Nachrichtenmagazin Focus. Der für den Dialog mit anderen Christen zuständige Kurienkardinal würdigte "den neuen Ton, der manche Gespräche mache. Die Stimmen aus Deutschland seien ein wesentlicher Schritt für die Einheit der Christen und deuteten auf eine positive Aufbruchstimmung", sagte Kaspar. güs
Kennen Sie den grünen Aufkleber mit der offenen Hand auf der ein Halm mit einer Ähre steht und darunter der Satz: Ohne Bauern keine Zukunft. Dieser Aufkleber bzw. die grüne Tafel soll werben für die heimische Landwirtschaft und hängt natürlich auch auf meinem Hof. Schon oft habe ich über diesen Satz nachgedacht und mich gefragt ob er auch stimmt. Gerade heute, wo alles von BSE und Maul- und Klauenseuche spricht, behaupte ich immer mehr: Es ist richtig, ohne Bauern keine Zukunft!
Ein Bauer in Bayern ernährt heute über 100 Personen. Er versorgt sie unter anderem mit Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Wolle, Haut (Leder), Wein, durch Gerste und Hopfen mit Bier oder durch Rüben mit Zucker. Ein Hektar Mais produziert etwa den Sauerstoff, den 60 Erwachsene Menschen in einem Jahr zum Leben brauchen.
Jesus sagt:"Ich bin das Brot des Lebens." Er gibt es uns Menschen sozusagen mit Brief und Siegel
in seinem Wort: "Wahrlich, wahrlich ich sage euch...". Er erinnert daran, als das Volk Israel in der Wüste war, murrten sie gegen Mose und Aaron, weil sie
der Hunger plagte. Essen und Trinken sind Grundbedürfnisse des Menschen. Und Gott lies Manna als Brot vom Himmel kommen, dass sie satt wurden. Trotzdem war dieses Brot nur zum Hunger stillen (... sie sind gestorben) und kein Brot des Lebens!
Jesus sagt - Ich bin's, das lebendige Brot, vom Himmel gekommen. Wer an mich glaubt, der wird nie mehr hungern und dürsten, der wird leben in Ewigkeit. Diese Speise ist unvergänglich.
Beides kommt also vom Himmel, das Manna und er selbst als lebendiges Brot. Beides muss man essen, dann aber gibt es keine Parallele mehr. Trotz Manna starben die Israeliten eines Tages. Wer dagegen das lebendige Brot isst, stirbt nicht. Auch wenn die äußere Hülle vergeht, lebt doch ein geistlicher Leib weiter. Das ewige Leben beginnt nach der Verheißung Jesu nicht erst im Jenseits, sondern bereits auf dieser Erde.
Das heißt doch: Jesus Christus ist die einzige Rettung für diese Welt.
Ihn müssen wir Menschen haben, um in Gottes Reich zu kommen - ihn allein und sonst nicht's! Jesus spricht von der Zukunft (Vers 51). Er kündigt seinen stellvertretenden Sühnetod an. Er ist Geber ("das Brot, das ich geben werde") und Gabe ("mein Fleisch") zugleich. Er will handeln für das Leben der Welt. Seinen Leib dürfen wir als Menschen zu uns nehmen, an seinen Tischen, in seiner Gemeinschaft. Er lädt uns immer wieder ein, komm, iss und trink, es ist mein Leib und mein Blut, für dich gegeben. Das stärke und erhalte dich, im wahren Glauben zum ewigen Leben.
Landwirtschaftsmeister Johann Rehm Wir beten: Lied 578: Zum Tisch des Herren.
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