Editorial: Sonntagsblatt in neuem Gewand

Martin Bek-Baier
Martin Bek-Baier

Leuchtend bunt und fröhlich ist das Erscheinungsbild dieser Frau. Auch das Sonntagsblatt ist bunter geworden. Ab dieser Ausgabe erscheint es in einem neuen Gewand. Mit einem anderen Druckverfahren, besserem, jedoch umweltfreundlichem Papier und einer Heftung bekommen Sie nun Ihr Sonntagsblatt in einer anspruchsvolleren Qualität.

Wenn wir unsere Zeitung schon in einem neuen Erscheinungsbild präsentieren, haben wir, von der Redaktion, auch im Inneren ein paar kleine Änderungen vollzogen. Das hilft uns im technischen Ablauf das Sonntagsblatt reibungslos zu erstellen. Für Sie als Leser ändert sich nichts, außer dass Sie eine bessere Qualität erhalten.

Leuchtend bunt und fröhlich ist diese Frau (Titel) geschminkt. Und dennoch verbirgt sie einen Teil ihres Gesichtes. Die Welt feiert in diesen Tagen Fasching und Fastnacht. Auch in Franken sind Orte voll mit bunt gekleideten Menschen.
Das hat seinen Ursprung einerseits darin, dass man den Winter austreiben wollte. Anderseits konnte man vor der langen Fastenzeit noch einmal fröhlich sein, feiern und tüchtig essen. Im Kirchenjahr ist daher eine Zwischenzeit zwischen dem Weihnachtsfestkreis und der Fastenzeit entstanden. Der Sonntag Sexagesimae - noch 60 Tage bis Ostern, heißt das - gehört zu diesem Dazwischen.

Der Wochenspruch für den Sonntag (Hebräer 3,15) mahnt zum Hören auf das Wort Gottes und es in sich wirken zu lassen. Es ist wichtig, an diesem Sonntag auf die Kraft der Botschaft von der Liebe Gottes zu hören, wie sie einem Samenkorn innewohnt. Sie steckt im Inneren des Kornes und wird zur gegebenen Zeit freigesetzt werden, um Neues zu beginnen. Dieser Kraft in uns selbst sollten wir Raum geben, damit sich das Wort entfalten kann und durch uns wirksam werden kann. Zumindest in der Zeit der Ruhe und Einkehr, die mit der Passionszeit folgt.
Daher passt dieser Gegensatz, den das Titelbild ausstrahlt, recht gut. Einerseits signalisiert das Äußere der Frau Freude und Farbigkeit des Lebens: Fastnacht. Der Blick und die Geste deuten an, dass sie von etwas bewegt wird.

Wenn also in früheren Zeiten die Menschen ausgelassen feierten, um die äußere Trübheit der Jahreszeit zu überwinden, wussten sie schon, dass innere Einkehr und eine Vorbereitung auf das Wesentliche, Tod und Auferstehung Christi, folgen wird. Buntheit und Ernsthaftigkeit wechseln sich ab. Feiern und Besinnung. An Ostern folgt dann der wahre Grund zum Feiern.

                                 Martin Bek-Baier

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 24. Juni 2018:

- Der Ökumenische Rat der Kirchen wird 70 - ''Er ist genau das, was die Welt braucht!''

- Kein Frieden für alle in Sicht: Das ''Friedensgutachten 2018'' wurde in Berlin vorgestellt und kommentiert

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